Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Handwerkspräsident kritisiert Bundeswehr-Kampagne.
clock-icon24.06.2019 - 01:01:44 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, hat die derzeitige Werbekampagne der Bundeswehr, "Gas, Wasser, Schießen", scharf kritisiert

Bild: Bundeswehr-Soldat mit Pistole, über dts Nachrichtenagentur Bild: Bundeswehr-Soldat mit Pistole, über dts Nachrichtenagentur

"Diese Bundeswehr-Kampagne empfinden wir schon als Geringschätzung gegenüber dem Handwerk. Der Werbespruch ist ? finde jedenfalls ich ? niveaulos", sagte Wollseifer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). "Das gehört sich einfach nicht." Dass gerade die Bundeswehr, die schon genügend Fachkräfte aus dem Handwerk bekomme, "uns jetzt mit einer derart offensiven Abwerbekampagne das Leben schwermachen will, ist schon bemerkenswert", sagte Wollseifer weiter.


Das habe im negativen Sinne "eine neue Qualität". Er habe Verteidigungsministerin von der Leyen dazu einen Brief geschrieben, erklärte der Handwerks-Präsident. Mit dem Slogan "Gas, Wasser, Schießen" sucht die Bundeswehr seit einigen Wochen Handwerker. Die Kampagne hat in sozialen Netzwerken, in der Politik und bei Kirchenvertretern Kritik hervorgerufen.


Der SPD-Politiker Karl Lauterbach etwa nannte bei Twitter die Bundeswehrwerbung "dumm und peinlich". Es liege auf der Hand, dass dies Assoziationen zum Gaskrieg wecke. Wollseifer sagte auch, die Bundeswehrkampagne habe "uns die Augen geöffnet". Man brauche von der Politik viel mehr Anerkennung für die ausbildenden Betriebe.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Der Sohn des von der RAF getöteten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, Michael Buback, hat zurückhaltend auf die Forderung nach einem nationalen Gedenktag für deutsche Terroropfer im In- und Ausland reagiert


Die Zahl der Anträge auf Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland nimmt zu


Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat von der Wirtschaft Klarheit über deren Anwerbestrategie für Fachkräfte aus dem Ausland gefordert


Der stellvertretende CDU-Vorsitzende und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat der Forderung seiner Parteivorsitzenden und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr widersprochen