Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Bericht: USA planen kein Wettrüsten in Europa.
clock-icon10.02.2019 - 09:19:29 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Vereinigten Staaten haben ihren Verbündeten in der NATO signalisiert, dass sie nicht vorhaben, in Europa ein landgestütztes, nuklear bewaffnetes Mittelstreckensystem aufzustellen

Bild: Hubschrauber der US-Army, über dts Nachrichtenagentur Bild: Hubschrauber der US-Army, über dts Nachrichtenagentur

Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) unter Berufung auf Diplomaten berichtet, geschah dies seit Mitte Januar bei zwei Gelegenheiten. Die erste war am 15. Januar. Da berichtete eine US-Delegation dem Nordatlantikrat, dem höchsten Gremium der NATO, von ihren Gesprächen mit russischen Vertretern in Genf über deren Marschflugkörper vom Typ SSC-8.


Die Allianz wertet diese Waffen als Verstoß gegen den INF-Vertrag. Ein Botschafter fragte bei der Aussprache, was Washington tun werde, falls Moskau nicht einlenke. Daraufhin sagte David Rust, enger Mitarbeiter des US-Verteidigungsministers, dass sein Land lediglich einen konventionellen landgestützten Marschflugkörper mit mittlerer Reichweite entwickeln wolle.


Das zweite Signal erging nach dem Bericht der FAS am 1. Februar. Da schrieb die US-NATO-Botschafterin Kay Baley Hutchsion ihren Kollegen im Bündnis einen Brief mit derselben Botschaft - es gehe um ein konventionell bewaffnetes System. Am selben Tag gab US-Außenminister Pompeo bekannt, dass Washington den INF-Vertrag unter Einhaltung der vorgesehen Sechsmonatsfrist kündigt.


Öffentlich äußerten sich amerikanische Regierungsvertreter weniger deutlich - bis zu dieser Woche. NATO-Botschafterin Hutchison sagte dem "Tagesspiegel": "Wir haben in allen unseren Briefings für unsere Verbündeten betont, dass unsere Verteidigung gegen die russischen Mittelstreckenraketen nicht nuklear sein wird, sondern konventionell.


Wir haben nicht vor, landgestützte Atomraketen nach Europa zu bringen." Diese Linie entspricht der 2017 in der Trump-Regierung vereinbarten Strategie, wie die FAS schreibt. So hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums vom 8. Dezember 2017: "Die Vereinigten Staaten beginnen jetzt mit Forschung und Entwicklung, die mit dem INF-Vertrag in Einklang steht, indem militärische Konzepte und Optionen für ein konventionelles, landgestütztes Mittelstreckenwaffensystem geprüft werden." Das werde die USA darauf vorbereiten, sich und seine Verbündeten zu verteidigen, wenn der INF-Vertrag kollabiere.


Der zitierte Satz wurde in die Nuclear Posture Review der Regierung übernommen, die im Januar 2018 veröffentlicht wurde - das maßgebliche strategische Dokument. Es sieht auch vor, dass Amerika wieder einen nuklear bewaffneten Marschflugkörper für seine U-Boote entwickelt. Das gab es jahrzehntelang, die "Tomahawks", bis Präsident Obama entschied, die passenden Atomsprengköpfe nicht zu modernisieren.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der ehemalige Außenminister Chinas, Yang Jiechi, hat die USA und Russland zu einer baldigen Rückkehr zum INF-Vertrag aufgefordert


Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die neue Gas-Pipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland verteidigt


Düsseldorf - Unter dem Eindruck der Münchner Sicherheitskonferenz hat der langjährige Linksfraktionschef und jetzige Chef der Europäischen Linken, Gregor Gysi, Deutschland und den USA einen verantwortungslosen Rückfall in den Kalten Krieg mit Russland vorgeworfen


Im Syrien-Krieg sind nach einem Bericht des "Spiegel" deutlich häufiger Chemiewaffen eingesetzt worden, als bisher angenommen


Der niedrigste Zinssatz der Welt wird wohl länger als bisher angenommen Bestand haben: Die Schweizerische Nationalbank ist gefangen zwischen den Zinsen in den USA und Europa


Ungewöhnlich kritisch äußerte sich am Samstag die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in Richtung USA


Unmittelbar nach der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstagvormittag auf der Münchner Sicherheitskonferenz war es an dem ranghöchsten Gast aus den USA, Vizepräsident Mike Pence, dies zu toppen


Mit ihrer Single „Thank U, Next” hat Ariana Grande ihren ersten Nummer-eins-Hit in den USA landen können, doch bis der Song fertig war, hat es eine ganze Weile gedauert


Viele erwarten, dass die Welt künftig von zwei Großen dominiert wird: USA und China


Nach Merkels am angespannten Verhältnis zu Russland, kontert der russische Außenminister Sergej Lawrow: Er wirft der EU vor, die gemeinsame Partnerschaft verspielt zu haben und spricht von „sinnloser Rivalität“