Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
MAD: Extremismus in Bundeswehr seit Wehrpflicht-Ende rückläufig.
clock-icon26.05.2018 - 01:02:42 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Seit 2011 hat die Bundeswehr in ihren Reihen 89 Rechtsextremisten und 24 Islamisten überführt

Bild: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur Bild: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

In drei Fällen laufen noch Verfahren, alle anderen Betroffenen wurden vorzeitig entlassen oder schieden aus dem Dienst aus, teilte das Bundesverteidigungsministerium den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Wochenendausgaben) mit. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 sei sowohl die Zahl der Verdachtsfälle als auch die der erkannten Rechtsextremisten in der Bundeswehr "deutlich zurückgegangen", sagte der Vizepräsident des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Michael Kulla, den Funke-Zeitungen.


Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat sich die Zahl der Verdachtsfälle mit rechtsextremistischen Hintergrund von ursprünglich 600 im Jahr auf durchschnittlich 300 halbiert. Der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) sagte den Funke-Zeitungen, "die Bundeswehr will keine Nazis in ihren Reihen.


Wenn man sie von vornherein rausfischen kann, umso besser". Die Bundeswehr schaue genauer hin als viele andere staatliche Organisationen, "sie ist ja auch ein sensibler Bereich", so Bartels weiter. Nach seinen Angaben wird in den Verbänden ganz sensibel auf Extremismus-Verdachtsfälle geachtet, "seit 2017 vielleicht noch genauer".


2017 war der Offizier Franco A. aufgeflogen, der unter Terrorverdacht steht. Wie die Zeitungen berichten, will das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in seinem Fall in Kürze über die Aufnahme eines Verfahrens entscheiden. Seit Juli 2017 führt der MAD erstmals bei allen Bewerbern der Bundeswehr vor Einstellungen eine Sicherheitsüberprüfung durch, laut Ministerium in mehr als 15.000 Fällen.


Im Ergebnis sei mehreren Personen aufgrund eines extremistischen Hintergrundes der Eintritt in die Bundeswehr - und damit auch der Zugang zur Ausbildung an Kriegswaffen - verwehrt worden, so das Verteidigungsministerium. Der MAD spricht von einer "aktiven Sicherheitsvorsorge", die sich nicht nur gegen potenzielle Innentäter in der Bundeswehr richte.


Sie soll nach den Worten von Vizepräsident Kulla verhindern, "dass Extremisten jedweder Form einen in der Bundeswehr erlernten Umgang mit Kriegswaffen für ihre Zwecke missbrauchen". Der MAD ist der interne Verfassungsschutz der Militärs. Insgesamt gab es seit 2011 rund 300 Verdachtsfälle von Islamismus bei der Bundeswehr, von denen sich 200 nicht bestätigt haben.


Das könnte Sie auch interessieren:

Osnabrück - SPD pocht auf Ende von Beratereinsätzen bei der Truppe Verteidigungspolitischer Sprecher Felgentreu: "Nur im begründeten Ausnahmefall" Osnabrück


Nach einem Doppelhoch Ende August und Anfang Oktober im Bereich von 7 700 Punkten setzte zunächst eine regelkonforme Abwärtsbewegung bis auf ein Niveau von 6 892 Punkten ein


Union Investment Asset Management verliert seinen Finanzvorstand: Andreas Zubrod scheidet zum Ende des Jahres aus dem Unternehmen aus


Ist die Goldförderung in Südafrika am Ende? Selbst auf dem aktuellen Preisniveau haben die Minen des einst größten Goldproduzenten der Welt Probleme, wirtschaftlich zu arbeiten


Bis Ende 2019 können Sportler der früheren DDR, die Gesundheitsschäden durch staatliches Doping erlitten hatten, die einmalige Auszahlung einer Entschädigung beantragen


Langen - Der relativ öde Zustand des Stadtgartens soll ein Ende haben: Ein Landschaftsarchitekt hat die Ideen aus der Bürgerbeteiligung in einer Planung zusammengefasst


Er warf und warf und warf - am Ende schoss Handballer Michael "Mimi" Kraus vom TVB Stuttgart den Gegner Hannover-Burgdorf fast im Alleingang ab


Moderator Gerhard Delling hat seinen Vertrag bei ARD zum Ende der Bundesliga-Saison gekündigt  Das berichtet die Bild  "Ich will nach den vielen Jahren jetzt Neues kennenlernen, will mich ausprobieren, will noch viel lernen


Bis kurz vor Transferschluss Ende August buhlte der VfL Wolfsburg um die Dienste von Maxwel Cornet (Foto)


Das war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende ringt der EHC Red Bull München das DEL-Schlussloicht Schwenningen nieder