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clock-icon19.03.2018 - 11:27:27 Uhr | ad-hoc-news.de

US-Indizes pendeln sich aus und dann?

Bild: Steffens-boersen-kolumne, Jochen Steffens, Steffens-boersen-kolumne Bild: Steffens-boersen-kolumne, Jochen Steffens, Steffens-boersen-kolumne

Am vergangenen Freitag hatten wir wieder einen großen, dreifachen Verfallstags - auch Hexensabbat genannt. Und tatsächlich schien die Börse zunächst verhext, denn die Händler konnten sich zu Handelsbeginn nicht am Xetra-System anmelden. Das führte dazu, dass der Xetra- als auch der Eurex-Handel erst mit 40-minütiger Verspätung begannen.


Bis wieder alles reibungslos funktionierte, war nur ein eingeschränkter Börsenhandel möglich. Passenderweise fand am Freitag zusätzlich der „Tag der Aktie“ statt. Starke Kursausschläge gab es im DAX aber nicht, obwohl es nach landläufiger Meinung an Verfallstagen häufig zu solchen kommt.


Stattdessen blieb die Volatilität auf einem sehr niedrigen Niveau und so schloss der DAX am Ende bei ca. 12.400 Punkten. Damit bestätigte sich das bullishe Szenario unserer Verfallstagsprognose (siehe u.a. „Ein erster Ausblick auf den März-Verfallstag“). US-Indizes tendieren seitwärts Und auch die US-Indizes verlaufen unter schwindende Volatilität immer klarer seitwärts.


Hier ist auch der Nasdaq100 mit inbegriffen. Denn auch dieser stieg nach seinem neuen Allzeithoch nicht weiter an. Somit besteht auch hier noch eine gute Chance auf die erwartete Seitwärtsbewegung. Wir sehen nun, wie sich die Kurse nach den starken Kursverlusten von Anfang Februar aus- bzw. einpendeln. So sind im Dow Jones sogar noch beide am 2.


März geschilderten Szenarien, das symmetrische Dreieck (gelbe Linien im folgenden Chart) und die flache Abwärtstendenz (roter Trendkanal), intakt: Da der Index aber bereits fast die Spitze des Dreiecks erreicht hat, wird es bald zu einem Ausbruch kommen müssen. Die charttechnische Relevanz ist in diesem Fall aber gering.


Ähnliches haben wir auch schon mit dem Ausbruch des DAX aus seinem jüngsten Keil (siehe auch gestrige Börse-Intern) gesehen. Am Ende könnten sich die Kurse einfach weiter seitwärts bewegen - unter Umständen dann aber mit kurzzeitig erhöhter Volatilität wie im DAX. Etwas anders sieht das Bild im S&P 500 aus.


Denn der marktbreite US-Index zeigt mehr Stärke als der nur 30 Werte beinhaltende Dow Jones. So schaffte er es bereits seine Abwärtslinien (gelb und rot im folgenden Chart) zu durchbrechen (roter Pfeil). Auf dem Ausbruch folgte aber auch hier keine dynamische Trendbewegung, womit wir hier bereits die Bestätigung für die charttechnische Theorie erhalten haben. Da das Dreieck zu steil zusammenlief und deshalb aus zeitlicher Hinsicht im Verhältnis zur vorangegangenen Korrekturbewegung zu kurz war, war dessen Relevanz von Anfang an niedrig.


Aber durch den Bruch der Abwärtslinie fällt auch das favorisierte Szenario einer korrektiven Abwärtsbewegung (siehe roten Trendkanal) in sich zusammen. Da es aber nach dem Ausbruch keine klaren Anschlussgewinne gab, könnte auch jetzt im S&P 500 noch eine breite Abwärtstendenz folgen - zum Beispiel so: In dem Fall, dass die Kurse weiter klettern, ist auch noch mit einer einfachen Seitwärtsbewegung zu rechnen.


Und erst wenn wir ein neues Allzeithoch sehen, kann man eine dynamische Trendfortsetzung erwarten. Dabei sollte man aber nicht die Möglichkeit außer Acht lassen, dass es zu einem kurzen Überschießen auf der Oberseite und einen Fehlausbruch kommen könnte, Dies zeichnet sich nämlich aktuell im Nasdaq100 ab. Prognosen innerhalb einer Pendelbewegung bleiben schwierig Solche Anpassung an die jeweilige Kursentwicklungen beschrieb ich bereits in der ursprünglichen Chartanalyse Anfang März.


Denn die Kurse halten sich nur selten beim Auspendeln nach dynamischen Kursbewegungen an charttechnische Marken oder Formationen. Erst wenn sich die Kurse beruhigt haben und der Markt nicht mehr verunsichert ist, kann man sich wieder  auf sie verlassen. Aufwärtstrendkanallinien geben noch etwas Halt Daher kann man im S&P 500 auch die Linien der verschiedenen Aufwärtstrendkanäle (grün) wieder verstärkt beachten.


Derzeit befindet sich der Kurs am unteren Ende eines engen Trendkanals, der im August 2017 begann. Sollte diese Linie brechen, könnte das Zwischentief vom 2. März das nächste Ziel sein. Und wenn der Kurs auch unter diese Linie rutscht, bietet zumindest die äußerste Trendkanallinie noch eine Unterstützung.


Sonst könnte der Kurs auf ein neues Korrekturtief fallen. Fazit Als Anleger sollte man sich derzeit nicht weit aus dem Fenster lehnen. Denn das Verhalten der US-Indizes ist sehr unterschiedlich und man erkennt noch keine klaren Trends oder Formationen. Entsprechend vorsichtig sollten Sie handeln.


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