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clock-icon14.12.2017 - 10:07:17 Uhr | ad-hoc-news.de

Verlängerung der Förderbremse stützt die Ölpreise

Bild: Steffens-boersen-kolumne, Jochen Steffens, Steffens-boersen-kolumne Bild: Steffens-boersen-kolumne, Jochen Steffens, Steffens-boersen-kolumne

Die OPEC-Staaten haben auf ihrer Tagung in Wien am 30. November wie erwartet den Beschluss gefasst, ihre Ölförderung auf dem aktuellen, gedrosselten Niveau zu belassen. Diese Förderbremse, die seit Anfang des laufenden Jahres in Kraft ist, soll nun bis Ende 2018 gelten. Sie wurde damit um neun Monate verlängert.


Ohne den Beschluss wäre sie im März 2018 ausgelaufen. Mit der Förderbremse sind die weltweiten Öllagerbestände inzwischen um die Hälfte geschrumpft. Sie liegen allerdings immer noch 140 Mio. Barrel über dem Fünfjahresdurchschnitt. Ziel der OPEC ist es, die Lagerbestände bis auf dieses Durchschnittsniveau zu drücken. Förderbremse wird bereits im Juni 2018 überprüft Vor dem OPEC-Treffen hatte ich geschrieben, dass die Förderkürzungen eigentlich bis mindestens 2025 fortgesetzt werden müssten, weil erst dann den USA langsam das Öl ausgehen wird.


Doch es war natürlich nicht zu erwarten, dass die OPEC eine Verlängerung der Förderbremse über mehrere Jahre beschließen würde. „Denn die aktuellen Prognosen dürften im Zeitablauf noch mehrfach an die dann aktuelle Situation angepasst werden“, hieß es in der Börse-Intern vom 22.


November. Und so verwundert es auch nicht, dass die nun getroffene Vereinbarung bereits auf dem nächsten planmäßigen Meeting im Juni 2018 einer Neubewertung unterzogen werden soll. Ölpreise stabil auf dem erreichten Niveau Vorerst hat die OPEC aber ein klares Signal an die Märkte gesendet und die laufende Ölpreiserholung dadurch unterstützt.


Zwar kam es direkt nach dem OPEC-Beschluss bei den Ölpreisen, wie in der Börse-Intern geschrieben, zu einem kleinen „sell the facts“-Rücksetzer, doch dadurch hat zum Beispiel der Ölpreis der Sorte WTI (siehe folgender Chart) lediglich am oberen Ende seiner übergeordneten Seitwärtsrange (gelbes Rechteck) kurz Schwung geholt (roter Pfeil), um vielleicht bald auf ein neues Mehrjahreshoch zu steigen. Damit würde es zu dem Szenario kommen, das ich in der Ölpreis-Analyse vom 7.


November skizziert hatte. Begrenztes Restpotential Viel mehr Potential sehe ich dann aber nicht. Denn mit weiter steigenden Preisen dürfte die US-Produktion auch weiter zulegen, weil Ölvorkommen, die nur zu höheren Preisen gefördert werden können, dann rentabel werden. Wohl nicht ohne Grund erreichte die wöchentliche US-Ölförderung mit 9,7 Mio.


Barrels jüngst bereits ein absolutes Rekordniveau. Glücklicherweise steigt aber wegen der boomenden Weltkonjunktur auch die globale Ölnachfrage weiterhin moderat. Daher ist die weltweite Rohölproduktion aktuell insgesamt noch etwas niedriger als die Nachfrage. Der von der OPEC geplante Abbau der Lagerbestände dürfte also langsam weitergehen. Aber wenn man Rohöl als Investment oder Tradinginstrument nutzen möchte, dann sollte man sich darauf nicht verlassen und die Entwicklung auf dem Markt durchaus beobachten.


Es sei denn, man orientiert sich ausschließlich an der Charttechnik. Denn die Kurse werden schon früh genug anzeigen, wenn das Angebot wieder Überhand gewinnt - durch ein Ende der aktuell noch laufenden Aufwärtsbewegung. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage Ihr Sven Weisenhaus  (Quelle: www.stockstreet.de)

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