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clock-icon12.01.2019 - 09:02:30 Uhr | ad-hoc-news.de

Wirtschaft und Börse – Mann und Hund

Bild: Steffens-boersen-kolumne, Jochen Steffens, Steffens-boersen-kolumne Bild: Steffens-boersen-kolumne, Jochen Steffens, Steffens-boersen-kolumne

Grundsätzlich haben wir immer eine konkrete Meinung zu den einzelnen Märkten und ihren möglichen Entwicklungen. Aber nicht ohne Grund habe ich in der ersten Börse-Intern dieses neuen Jahres von Übertreibungen geschrieben. Denn die Kurse übertreiben regelmäßig nach oben und unten. Apple-Aktie: Übertreibung nach oben oder unten? Dazu ein aktuelles Beispiel: Apple hat kürzlich seine Umsatzerwartung für das 4.


Quartal 2018 um ca. 5 Milliarden USD reduziert. Der iPhone-Hersteller rechnet nicht mehr mit einem Umsatz zwischen 89 und 93 Milliarden Dollar, sondern geht nur noch von Erlösen in Höhe von 84 Milliarden Dollar aus.  Der Aktienkurs gab daraufhin deutlich nach, wodurch ein Vielfaches der 5 Milliarden an Börsenwert vernichtet wurde.


Alleine die erste Kursreaktion nach der Meldung ließ die Marktbewertung um 75 Milliarden Euro sinken. Apple kommt nun „nur noch“ auf eine Börsenbewertung von 675 Milliarden Dollar. Im August hatte der Konzern noch als erstes Unternehmen die Marke von einer Billion Dollar durchbrochen. War die aktuelle Marktreaktion auf die Umsatzwarnung nun rational? Hat der Kurs damit nach unten übertrieben – oder zuvor nach oben? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten.


Denn dazu müsste man den fairen Wert der Aktie kennen. Dieser ist aber subjektiv und damit nicht eindeutig. Deshalb findet man bei diversen Analysten stets  sehr unterschiedliche und zum Teil stark abweichende Kursziele. Die Stimmung der Anleger ist nicht vorhersehbar! Genau deshalb kann man die Bewegungen von Aktien und auch Indizes wie den DAX nie exakt vorhersagen.


Und so kann man zwar eine Erwartung äußern oder eine konkrete Prognose abgeben, doch man muss dabei immer auch mögliche andere Szenarien in Betracht ziehen. Gleichzeitig ist eine Marktanalyse immer nur eine Zeitpunktbetrachtung. Gänzlich falsch wäre es, an einer einmal festgelegten Erwartung einfach nur festhalten.


Man muss die Prognose vielmehr fortschreiben und immer wieder an aktuelle Entwicklungen anpassen sowie neue Informationen einarbeiten. Zudem sollte man kurzfristig stets steigende UND fallende Kurse einkalkulieren, da sich die Stimmung an den Börsen im Minutentakt drehen kann. Und letztlich ist insbesondere die Stimmung entscheidend für das kurzfristige Geschehen an den Börsen (siehe Beispiel Apple). Wirtschaft und Börse – Mann und Hund Langfristig betrachtet folgen die Aktienkurse jedoch immer der Gewinnentwicklung.


Dazu erinnere ich gerne an einen Chart aus der Börse-Intern vom 20.03.2018, deren Titel auch „Langfristig sind Unternehmens- und Kursgewinne im Gleichlauf“ lautete: Aber in diesem Chart ist auch sehr schön sichtbar, dass die Kursentwicklung deutlich von der Gewinnentwicklung abweicht – nach oben und unten.


André Kostolany, eine Börsenlegende, prägte dazu das treffende Bild von einem Mann, der mit seinem Hund spazieren geht. Der Mann repräsentiert die Entwicklung der Wirtschaft, der Hund die Kurse. Mal läuft der Hund vor dem Mann, mall hinter dem Mann – genauso verhalten sich die Kurse.


Und John Maynard Keynes, einer der wichtigsten Ökonomen des zwanzigsten Jahrhunderts und passionierter Spekulant, soll gesagt haben: „The market can stay irrational longer than you can stay solvent.“ (Übersetzt: „Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent.“) Wer also glaubt, man könne die Märkte stets rational einschätzen, der wird irgendwann kräftig auf die Nase fallen.


Man kann noch so viele fundamentale Daten studieren und diese auch noch so perfekt einordnen, am Ende muss man immer dem Markt folgen, um an der Börse erfolgreich zu sein. Fundamentale Überbewertung abgebaut Aber wie gesagt, die Kurse laufen letztlich mit der Gewinnentwicklung. Und Übertreibungen werden im Zeitablauf stets abgebaut.


So kommt es eben, dass die Aktienmärkte jüngst kräftig korrigiert haben. Und nach einer fundamentalen Überbewertung, die sich zum Beispiel am 06.09.2018 noch wie in dieser Grafik darstellte,… (Quelle: helaba.de, Börse-Intern vom 06.09.2018) …haben sich die Bewertungen nun ihrem Mittelwert der vergangenen 10 Jahre wieder deutlich angenähert: (Quelle: helaba.de) Und aus diesem Grund bleibe ich auch bei meiner Erwartung an eine große Seitwärtstendenz an den Aktienmärkten.


Denn die aktuelle Korrektur könnte sich zwar noch etwas fortsetzen, doch gehe ich dann davon aus, dass sich die Kurse über kurz oder lang von unten wieder ihrem mehrjährigen Mittelwert annähern. Und wenn die Kurse in Kürze wieder Richtung ihrer Allzeithochs steigen, erwarte ich danach wieder einen Rücksetzer. Eine Tradingstrategie für 2019 Daraus ergibt sich natürlich eine mögliche Tradingstrategie.


Sollten die laufende Gegenbewegung an den Aktienmärkten zu kurz ausfallen und die Kurse neue Tiefs erreichen, kann man sich Stück für Stück in den Markt einkaufen. Steigen die Notierungen dann wieder an, kann man nach und nach Gewinne mitnehmen und am Ende gar von „long“ auf „short“ wechseln.


Ich denke, dass genau diese Strategie in 2019 die höchsten Erträge abwerfen wird. Wie diese konkret umgesetzt werden kann, zeigen wir in unseren diversen Börsenbriefen. Und natürlich werden wir die Entwicklungen auch weiterhin börsentäglich hier im kostenlosen Newsletter für Sie beobachten und analysieren. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage Ihr Sven Weisenhaus  (Quelle: www.stockstreet.de)

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Ach, hoffentlich dauert der Handelskrieg noch lange Welches Argument könnte uns denn sonst einfallen, um die Kurse weiter nach oben zu pushen?? The post Dax: Ach wie schön ist doch der Handelskrieg! appeared first on finanzmarktwelt de