Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Grüne und FDP: AfD-Umfrageerfolg wegen GroKo-Streit.
clock-icon21.09.2018 - 09:42:28 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Grüne und FDP führen den jüngsten Umfrage-Erfolg der AfD auf die andauernden Streitigkeiten innerhalb der Großen Koalition zurück

Bild: AfD-Bundestagsfraktion, über dts Nachrichtenagentur Bild: AfD-Bundestagsfraktion, über dts Nachrichtenagentur

"Die GroKo stellt es derzeit maximal beknackt an", sagte der Vize-Chef der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, dem "Handelsblatt" (Samstagausgabe). "CDU, CSU und SPD sind in einem hoffnungslosen Stellungskrieg verkeilt." Damit entstehe der Eindruck, niemand traue niemandem und alle seien nur auf ihren kurzfristigen Vorteil bedacht.


"Das ist verheerend für alle Beteiligten", betonte der Grünen-Politiker. "Wer so in einer Koalition unterwegs ist, hätte gar nicht erst reingehen dürfen." Dass davon auch noch eine "sich immer weiter rechtsextremisierende AfD profitieren kann, ist tragisch und geschichtsvergessen", fügte von Notz hinzu.


"Die Partei verbreitet primitivste Erklärungsmodelle und groteske Verschwörungstheorien, sie bietet gleichzeitig keine einzige belastbare Lösung für auch nur ein Problem in Deutschland und Europa an." Im aktuellen "Deutschlandtrend" von Infratest für das ARD-Morgenmagazin liegt die AfD erstmals auf Platz zwei unter den deutschen Parteien.


Die FDP reagierte entsetzt auf das Erstarken der AfD. "Es ist frustrierend, dass es den anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag bisher nicht gelungen ist, diesen Trend aufzuhalten", sagte der Innenexperte der Liberalen im Bundestag, Konstantin Kuhle, dem "Handelsblatt". Offenbar könnten weder die "ritualisierte Empörung" eines Martin Schulz noch eine Auseinandersetzung in der Sache etwas ausrichten.


"Es ist an der Zeit, dass man sich die Agenda nicht mehr von der AfD bestimmen lässt." Der FDP-Fraktionsvize Michael Theurer warf der Koalition Selbstbeschäftigung vor, statt Probleme zu lösen. "Dieses Versagen ist staatsgefährdend", sagte Theurer dem "Handelsblatt". Er forderte die Bundesregierung auf, "dieses unwürdige Gezerre unverzüglich einzustellen".dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Die FDP hat die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer aufgefordert, sich in den Streit über den Digitalpakt einzuschalten


Berlin - Zu den Protesten der sogenannten Gelbwesten in Frankreich erklärt die AfD-Fraktionsvositzende Alice Weidel: "Die Massenproteste in Frankreich sind das Ergebnis einer bürgerfeindlichen Politik


Die FDP im Bundestag fordert die SPD auf, sich im Streit mit der Union um die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen auf die Seite der Opposition zu schlagen


Im Streit um den Digitalpakt Schule zweifelt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Kompetenz des Bundes in der Schulpolitik grundsätzlich an


Ein AfD-Abgeordneter beschwert sich, mit welchem Recht der Abgeordnete Martin Hagen (FDP) ihn im Landtag desavouieren würde


Gerade erst hat die GroKo einen Kompromiss im Streit um das Werbeverbot für Abtreibungen gefunden


Grüne, FDP und Linke haben entschieden: Das Parlament greift zu seiner schärfsten Waffe – ein Untersuchungsausschuss wird die Berateraffäre der Bundeswehr aufarbeiten


Eine Szene aus dem Reality-TV, oder wahre Politik? In einem außergewöhnlichen Streit zwischen Donald Trump und Demokraten ging es um die Finanzierung des Mauerbaus an der mexikanischen Grenze


Bürgerschaft berät über Haushalt 2019/2020 CDU, FDP und AfD fordern Senkung der Ausgaben – Linke will 1,5 Milliarden mehr verteilen


Der Streit um den Migrationspakt ist kaum verstummt, da wettert die AfD gegen den nächsten UN-Pakt – obwohl der die Zahl der Flüchtlinge sogar senken könnte