Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
SPD-Politikerin Lange: Habe persönlich nichts gegen Nahles.
clock-icon13.02.2018 - 13:48:35 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Mit der Erklärung ihrer Kandidatur um den SPD-Vorsitz will die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange nach eigenen Angaben einen Beitrag zur innerparteilichen Demokratie leisten

Bild: Andrea Nahles, über dts Nachrichtenagentur Bild: Andrea Nahles, über dts Nachrichtenagentur

"Ich habe persönlich nichts gegen Andrea Nahles", sagte Lange am Dienstag "Zeit-Online". Doch das Prozedere störe sie: "Die da oben entscheiden einfach - das gab es zuletzt zu oft, und das geht mir gegen den Strich. Parteivorsitzende werden gewählt, nicht eingesetzt; die Basis sollte mitreden.


Mit meiner Kandidatur stelle ich klar, dass es auch Alternativen zu Andrea Nahles gibt. Darüber will ich diskutieren." An der Personalie Nahles störe sie zudem, dass diese bereits Fraktionsvorsitzende im Bundestag sei. "Ich bin dafür, Amt und Mandat zu trennen", sagte Lange: "Andrea Nahles wird als Fraktionsvorsitzende sehr ins Regierungsgeschehen eingebunden sein.


Eine Parteivorsitzende sollte da flexibler sein." Außerdem habe Nahles vor einigen Monaten noch für den Oppositionskurs der SPD geworben und "an dieser Stelle ein Glaubwürdigkeitsproblem". Lange wünscht sich einen Mitgliederentscheid über die kommende Parteivorsitzende. Allerdings steht das Parteiengesetz dem entgegen.


Lange kündigte daher an, sich notfalls auch auf einem regulären Parteitag dem Votum der rund 600 von der SPD entsandten Delegierten zu stellen: "Wenn die Menschen mich nicht wollen, dann ist das auch okay. Ich will nur aufzeigen, dass andere Wege möglich sind. Wettbewerb ist gut für unsere Partei; so könnten Parteitage wieder spannend werden", sagte Lange.


Das Prinzip Mitgliederentscheid könne sie sich auch bei anderen Fragen vorstellen, die die Partei umtreiben. "Es geht mir erst einmal darum, Debatten zuzulassen, auch zu schmerzhaften Themen. Und nicht immer von vorneherein zu sagen: Nein, das geht nicht", sagte Lange: "Warum nicht mal nachfragen, was die SPD-Mitglieder heute über die einzelnen Agenda-Maßnahmen denken?"dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Anhaltendes Grummeln in der deutschen Sozialdemokraten lässt Zweifel aufkommen, ob Andrea Nahles die richtige Chefin für die SPD ist


Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Andrea Nahles, hat scharfe Kritik an der Union wegen der schleppenden Ressortabstimmung zum Teilzeitgesetz geübt


Düsseldorf - Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD, Andrea Nahles, hat scharfe Kritik an der Union wegen der schleppenden Ressortabstimmung zum Teilzeitgesetz geübt


Berlin - Der LINKE-Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg aus Berlin-Lichtenberg macht die verfehlte Politik der SPD für die schlechte wirtschaftliche Lage in seinem Bezirk verantwortlich


In der Konfusion um die Ankerzentren für Asylbewerber geht SPD-Chefin Nahles Innenminister Seehofer scharf an


Die Karenzzeit-Regelung, mit der ausscheidenden Regierungsmitgliedern neue Posten untersagt werden können, feiert Premiere: Als erste Ex-Ministerin hat die SPD-Politikerin Zypries einen Antrag gestellt


Scholz ist vielen zu sehr Scholz und Nahles noch nicht richtig Nahles - das neue Führungsduo der SPD sucht noch seine Rolle


Die SPD moniert in der Bamf-Affäre Widersprüche zwischen CSU-Versprechen und Unions-Politik


Endlich gibt es Bewegung bei einem Thema, das die Parteien lange nicht auf dem Zettel hatten: Die GroKo bringt ein Pflege-Sofortprogramm auf den Weg


Die Grünen-Politikerin über Gleichberechtigung in der Politik