Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Innenminister planen bessere Betreuung von Terroropfern.
clock-icon16.07.2017 - 04:02:35 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Nach Terroranschlägen sollen Opfer und deren Angehörige künftig besser als bisher betreut werden

Bild: Breitscheidplatz nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt, über dts Nachrichtenagentur Bild: Breitscheidplatz nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt, über dts Nachrichtenagentur

Die Innenminister der Bundesländer lassen nach Informationen der "Welt am Sonntag" derzeit ein entsprechendes "Handlungskonzept" erarbeiten. Laut einer Vorlage sollen "Betreuungsmaßnahmen für Opfer und deren Angehörige bei inländischen Großschadensereignissen und bei terroristischen Anschlägen" verbessert werden.


Erreicht werden solle "ein strukturierter und sensibler Umgang mit den Opfern und deren Angehörigen". Kulturelle und religiöse Aspekte müssten dabei besonders berücksichtigt werden. Hintergrund ist, dass es nach dem Anschlag von Anis Amri an der Berliner Gedächtniskirche Kritik an der Betreuung von Opfern und Angehörigen gegeben hatte.


Der Tunesier war am 19. Dezember 2016 mit einem gekaperten Lkw in einen Weihnachtsmarkt gerast. Dabei starben elf Menschen, fast 70 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Zuvor hatte Amri den Lkw-Fahrer ermordet. Im Berliner Abgeordnetenhaus nahm jetzt ein Untersuchungsausschuss seine Arbeit auf, der sich vor allem mit möglichen Fehlern der Behörden im Umgang mit dem Attentäter beschäftigen wird.


Zu dem in Auftrag gegebenen Konzept gehört, dass Polizeiführer für die Betreuung von Opfern und Angehörigen intensiv geschult werden sollen. Außerdem gehören dazu bessere Informationen über Beratungsmöglichkeiten und Leistungen sowie eine schnellere Identifizierung. Einerseits gebe es ein berechtigtes Interesse von Betroffenen an einer möglichst raschen Unterrichtung, andererseits brauche die Polizei Zeit für eine zweifelsfreie Identifizierung, wird in der Vorlage betont.


"Dieses Spannungsfeld ist durch eine effektive Gestaltung des Identifizierungsprozesses auf das notwendige Minimum zu reduzieren", heißt es weiter. Das "Handlungskonzept" soll auf der Innenministerkonferenz (IMK) von Bund und Ländern im Herbst beschlossen werden.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Im Streit um die Finanzierung des neuen Baukindergelds haben sich Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) geeinigt


Im Unions-Streit um die deutsche Flüchtlingspolitik hat Innenminister Horst Seehofer (CSU) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut davor gewarnt, ihn durch ihre Richtlinienkompetenz an seinem Vorhaben zu hindern


Italiens Innenminister Matteo Salvini geht davon aus, dass die Zukunft der EU auf dem Spiel steht


Sebastian Kurz verteidigt die Politik des deutschen Innenministers Horst Seehofer Kanzler Sebastian Kurz äußerte sich im Interview mit der deutschen BILD-Zeitung umfassend zur Flüchtlingsdebatte in Europa


Keine Pause im Asylstreit: Innenminister Seehofer wiederholt seine Warnung an Kanzlerin Angela Merkel vor dem Gebrauch ihrer Richtlinienkompetenz


Die Diskussionen kochten in den sozialen Netzwerken hoch - doch die Schweizer Matchwinner Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka standen auch nach dem 2:1 (0:1)-Sieg gegen Serbien bei der WM in Russland zu ihrem provokanten Doppeladler-Jubel "Die Leute haben es sehen können, das war aus der Emotion heraus", sagte Shaqiri: "Es geht hier nicht um Politik, sondern um Fußball " Xhaka meinte im ZDF: "Die Geste war für die Leute, die mich immer unterstützt haben, sie war nicht gegen den Gegner


Innenminister Seehofer macht keine Anstalten, Bundeskanzlerin Merkel im Asylstreit entgegenzukommen


Italiens Innenminister stellt den Polizeischutz für Roberto Saviano infrage


Im Streit mit der Kanzlerin legt Innenminister Horst Seehofer nach: Er werde sich auch von deren Richtlinienkompetenz nicht davon abbringen lassen, Flüchtlinge an der Grenze abzuweisen


Atempause im Asylstreit? Nicht mit CSU-Chef Seehofer Während Kanzlerin Merkel als nächstes auf den Migrations-Minigipfel in Brüssel setzt, legt ihr Innenminister beharrlich nach