Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Innenministerien der Länder: 850 Reichsbürger dürfen Waffe besitzen.
clock-icon09.09.2017 - 01:03:25 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

In Deutschland dürfen noch rund 850 den Behörden namentlich bekannte sogenannte "Reichsbürger" eine Waffe besitzen

Bild: Einbrecher, iStockphoto.com / sculpies Bild: Einbrecher, iStockphoto.com / sculpies

Dies ergab eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag) unter den Innenministerien der Bundesländer. Mindestens 220 Personen, die der Bewegung zuzurechnen sind, mussten ihre "waffenrechtliche Erlaubnis" dagegen bereits abgeben. In mindestens 176 weiteren Fällen wird der Entzug durch die Waffenbehörden derzeit geprüft.


Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Oktober 2016 bis Juni 2017. Mitte Oktober des vergangenen Jahres erschoss ein Reichsbürger in Bayern einen Polizisten, als ihm seine 30 Waffen abgenommen werden sollten. Den meisten Personen wurde in Bayern die Genehmigung entzogen: Hier dürfen 138 Reichsbürger keine Waffen mehr besitzen.


In Niedersachsen sind es 34 Personen, in Baden-Württemberg 21. In Berlin wurde einer Person die Erlaubnis entzogen, in Thüringen liegt die Zahl nach Angaben des Innenministeriums im "einstelligen Bereich". Im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen kam es bisher zu keinem einzigen Entzug, hier laufen noch 82 Verfahren.


Als einziges Bundesland verweigerte Hessen die Auskunft. Unter den Begriff der waffenrechtlichen Erlaubnis fallen sowohl der sogenannte kleine Waffenschein, mit dem man etwa Schreckschusspistolen erwerben und mit sich führen kann, als auch der normale Waffenschein, den Sportschützen und Jäger brauchen.


Auch Waffenbesitzkarten, mit denen Sammler eine Waffe zu Hause aufbewahren dürfen, gehören dazu. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Irene Mihalic, kritisierte, dass die Waffenbehörden vor Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis noch immer keine regelmäßige Anfrage beim Verfassungsschutz vornehmen müssen.


Es seien zwar viele staatliche Stellen verpflichtet, Informationen an Verfassungsschutzämter zu übermitteln. "Was ich vermisse, ist, dass die Verfassungsschutzämter in gleicher Weise in die Pflicht genommen werden, relevante Informationen an andere Sicherheitsbehörden zu steuern", sagte Mihalic den Funke-Zeitungen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, DE0008430026


Berlin - Die unendliche Fülle der zur Verfügung stehenden Informationen führt in Teilen der Gesellschaft zu einer Informationsillusion


Angezeigter Raub in Wilhelmshaven - Täter soll mit einer Waffe gedroht haben - Tat wurde erst vier Stunden später angezeigt


(538/2017) Innenminister Boris Pistorius besucht landesweit erste eigenständige Organisationseinheit zur Bekämpfung von Kriminalität im Kontext der Informations- und Kommunikationstechnik in Göttingen


Der Demokratie droht eine soziale Schieflage Denn die Wahlbeteiligung sinkt nicht nur, sie ist auch immer ungleicher über die Gesellschaft verteilt


Under kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit leiden besonders die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, kritisieren Kinderhilfswerke


Nicaragua will als eines der letzten Länder der Welt das Pariser Klimaschutzabkommen unterschreiben


Dem Bundespräsidenten macht - mit Blick auf den Bundestagswahlkampf - der Zustand der deutschen Gesellschaft Sorgen


Jugendlicher und Betrunkener zeigen sich uneinsichtig und weitere Polizeimeldungen aus der Region


Mann nach tagelanger Suche in Neufra geschnappt Kroate hatte Waffe noch bei sich