Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Mehdorn wehrt sich gegen Vorwurf des Kaputtsparens der Bahn.
clock-icon11.01.2019 - 08:10:31 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der frühere Bahnchef Hartmut Mehdorn wehrt sich gegen den Vorwurf, er habe die Deutsche Bahn im Zuge der geplanten Teilprivatisierung vor zehn Jahren "kaputtgespart" und sei deshalb schuld an der aktuellen Misere

Bild: Bahn-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur Bild: Bahn-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur

"Wir haben seit 2000 Jahr für Jahr mehr investiert - in zehn Jahren mehr als in den 25 Jahren davor", sagte Mehdorn der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir haben an den Stellen gespart, an denen gespart werden musste und konnte, um eine wirtschaftliche Bahn zu schaffen", so der frühere Bahnchef weiter.


Die Entwicklung seit seinem Ausscheiden aus dem Konzern im Mai 2009 sieht er kritisch. "Die Bahn hat sich in den letzten zehn Jahren zurückentwickelt - zurück zur Staatsbahn, auf einen Stand wie vor der Bahnreform vor 25 Jahren", sagte Mehdorn. Für einen wesentlichen Grund für die aktuelle Krise hält Mehdorn das Bestreben der Politik, "sich bei der Bahn wieder populistisch einzumischen, ohne das nötige Geld bereitzustellen".


Die verstärkte Einflussnahme der Politik - bis hin zur Besetzung des Aufsichtsrates mit mehr Politikern und des Vorsitzes mit einem ehemaligen Verkehrsstaatssekretär - schwäche das Unternehmen, so der frühere Bahnchef. "Die Deutsche Post, die Deutsche Telekom und die Deutsche Lufthansa sind heute erfolgreich, weil sie privatisiert worden sind - und nicht, obwohl sie privatisiert worden sind", so Mehdorn.


Ein Bahnchef tue gut daran, Distanz zur Politik zu wahren. Kein Unternehmen könne auf Dauer effizient und kundenorientiert erfolgreich agieren, wenn es sich nur an politischen Vorgaben orientiere. Einen Politiker zum Bahnchef zu befördern, wäre "ein fatales Zeichen", sagte Mehdorn.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Essen - Mit einem neuen Engpass-Management will die Deutsche Bahn in Nordrhein-Westfalen deutlich pünktlicher werden


BS-Bahn großflächig besprüht-


190120 - 74 Frankfurt-Dornbusch: Unfall zwischen U-Bahn und Pkw


Während die Einschätzung vieler Kryptowährungen schwierig bis unmöglich ist, weil sie keine Erträge erwirtschaften, ist dies bei Unternehmen anders


Plus 6,6 Prozent Nur noch! Die chinesische Wirtschaft ist 2018 so gering gewachsen wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr


Mit dem 911er poliert Porsche sein Image, mit SUVs wie dem Macan verdient das Unternehmen viel Geld


Schuld ist unter anderem der Handelsstreit mit den USA: 2018 ist Chinas Wirtschaft nur noch um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen


Chinas Wirtschaft ist 2018 nur noch um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen - und damit so gering wie seit fast drei Jahrzehnten nicht mehr


Wer sich mit Immobilien auskennt, spart Geld Aus diesem Grund hat ein Münchner Unternehmen der Ehrgeiz gepackt - und möchte das komplexe Thema in nur zwei Seminarabenden verständlich machen


Wien Die Digitalisierung wird Wirtschaft und Gesellschaft noch tiefgreifender verändern als die Globalisierung, so die Ökonomen des Wifo