Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
US-Ökonom Eichengreen will Solidaritätszuschlag für Euro-Zone.
clock-icon09.07.2017 - 07:02:26 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der US-Spitzenökonom Barry Eichengreen hat einen Solidaritätszuschlag für die Euro-Zone gefordert: Die Einnahmen aus einem solchen Euro-Soli sollten in einen Europäischen Solidaritätsfonds fließen, in den alle Länder einzahlen

Bild: Euromünze, über dts Nachrichtenagentur Bild: Euromünze, über dts Nachrichtenagentur

"Sie können das einen europäischen Solidaritätszuschlag nennen", sagte Eichengreen der "Welt am Sonntag" (9. Juli 2017). "Das System würde sich nicht groß von dem unterscheiden, was die Regierung damals nach der Wende in Deutschland gemacht hat. Aber der Umfang wäre natürlich viel kleiner." Geld aus dem Fonds solle allerdings nur im Fall einer wirtschaftlichen Krise in die betroffenen Länder fließen.


Es gehe nicht um dauerhafte Transfers, so Eichengreen. "Alle Länder könnten in diesen Fonds einzahlen und in einer wirtschaftlichen Krise, wenn in einem Mitgliedsland die Arbeitslosigkeit rapide ansteigt, könnte dieser Fonds das betroffene Land oder die betroffenen Länder unterstützen", beschreibt der Ökonom das Konzept.


Ein Europäischer Währungsfonds (EWF), wie ihn jüngst auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Gespräch gebracht hat, könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein, sagte Eichengreen. Dies sei auf jeden Fall eine Richtung, in die es gehen sollte. "Wir brauchen einen europäischen Topf mit Geld, aus dem Krisenländer im Notfall Kredite bekommen - natürlich nur unter bestimmten Bedingungen", sagte er.


Entscheidend sei, dass ein EWF oder eine ähnliche Institution Hilfskredite mit Bedingungen verknüpfen kann. "In der Tat macht ein EWF nur Sinn, wenn er Geld unter strengen Bedingungen verleiht", sagte Eichengreen. "Dafür müsste er von der Politik unabhängig sein wie die Europäische Zentralbank, die zumindest auf dem Papier politisch unabhängig agiert.


Ein EWF, der unabhängig geführt wird, könnte meines Erachtens auch strenge Bedingungen für die Zahlungsempfänger formulieren." Eichengreen ist Professor an der US-Eliteuniversität Berkeley und forscht seit Jahrzehnten zu Währungs- und Finanzsystemen.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Chugai Pharmaceutical Co , Ltd (TOKYO:4519) hat heute bekanntgegeben, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) den bispezifischen Antikörper Emicizumab (Produktname in den USA: HEMLIBRA®) für Routine-Prophylaxen zur Vorbeugung oder Reduzierung der Frequenz von Blutungsepisoden bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Hämophilie A (angeborener Mangel an Faktor VIII) mit Faktor-VIII-Inhibitoren zugelassen hat


DUSCHANBE - China will im zentralasiatischen Tadschikistan für 1,6 Milliarden US-Dollar (1,36 Mrd Euro) ein Hightech-Aluminiumwerk errichten und so seinen Einfluss in dem Land ausbauen Der staatliche Aluminiumkonzern Talco und das chinesische Unternehmen Yunnan Construction hätten einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet, teilte Talco am Freitag in Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe


Die US-Delegationsleiterin Judith Garber hat vor dem Plenum der UNO-Klimakonferenz in Bonn den Ausstieg ihres Landes aus dem Pariser Klimaabkommen bekräftigt und zugleich das Engagement der USA bei der Förderung erneuerbarer Energien hervorgehoben


Hamburg - VW droht wegen der Abgasaffäre neuer Ärger in den USA: Der republikanische Kongressabgeordnete Dana Rohrabacher (70, Kalifornien) forderte am Mittwoch im US-Repräsentantenhaus eine Anhörung von VW-Anteilseigner Wolfgang Porsche (74) und Vorstandschef Matthias Müller (64) vor dem Kongress


Voraussichtliche militärische Lieferungen der USA an die Ukraine bedeuten für Donald Trump einen innenpolitischen Schritt, der ihm ermöglichen soll, seine Probleme mit den US-Eliten und den politischen Gegnern beizulegen


Durch eine geöffnete Tür im Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko haben eine Mexikanerin und ein US-Amerikaner am Samstag geheiratet


Die Türkei hat im Fall des in den USA inhaftierten türkisch-iranischen Geschäftsmanns Reza Zarrab Ermittlungen gegen zwei US-Staatsanwälte eingeleitet


Der Black Friday in den USA wirft seine Schatten voraus Sony wird die PlayStation 4 in der 1 TByte-Version für knapp 170 Euro verkaufen


Die US Defense Security Cooperation Agency (DSCA) hat angekündigt, Raketenabwehrkomplexe des Typs „Patriot“ im Gesamtwert von 10,5 Milliarden US-Dollar (zirka 8,8 Milliarden Euro) an Warschau verkaufen zu wollen


Eine Gastfamilie in den USA ist für einen deutschen Austauschschüler auch dann zumutbar, wenn sie auf einer US-Militärbasis wohnt