Das meldete am Sonntag unter anderem der staatliche iranische Fernsehsender „Press TV“. Grundlage für den Grad der Urananreicherung sollten künftig hingegen die „technischen Erfordernisse“ sein, hieß es.

Die sei der „fünfte und letzte Schritt“ zur Reduzierung des Engagements im Rahmen des Nuklearabkommens von 2015, so das iranische Fernsehen. 2015 war nach 13 Jahren Atomstreit eine Einigung zwischen dem Iran und dem Westen erzielt worden. Sie sah unter anderem vor, dass der Iran zwei Drittel der Zentrifugen abbauen, für 15 Jahre Uran nicht auf einen Grad von über 3,67 Prozent anreichern und zu keinem Zeitpunkt mehr als 300 Kilo angereichertes Uran im Land lagern durfte. Die westlichen Sanktionen waren dafür aufgehoben worden. Hintergrund ist die Sorge westlicher Staaten und insbesondere Israels, dass der Iran eine Atombombe bauen könnte. Dafür ist typischerweise ein Anreicherungsgrad von über 85 Prozent notwendig. Unter US-Präsident Donald Trump war das Atomabkommen bereits von Seiten der USA gekündigt und die Sanktionen waren wieder in Kraft gesetzt worden. Jüngster Höhepunkt der Eskalation war die gezielte Tötung des iranischen Top-Militärs Qasem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff im Irak.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH