Im Rücktritt des russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew sowie der von Russlands Präsident angekündigten Verfassungsänderung sehe er ein klares Zeichen Putins gegen seinen Rückzug, sagte Link am Donnerstag dem Deutschlandfunk. Er zeige damit deutlich: „Wie es nach mir eines Tages weitergeht, werde ich selbst entscheiden, und insbesondere habe ich noch nicht die Absicht, 2024 endgültig abzutreten“, so der FDP-Politiker weiter.

Die Ankündigungen interpretiere er klar als eine Botschaft, die bedeute: „Mit mir ist weiter zu rechnen, und insbesondere, denkt nicht, ihr könnt die Spitze Russlands in irgendeiner Weise umbauen, die nicht von mir selbst gewollt wird“, sagte Link. Putin halte sich dabei aber alle Wege offen, auch ob er über eine Verfassungsreform wieder antreten werde. Der am Donnerstagnachmittag neu gewählte russische Ministerpräsident Michail Mischustin werde jemand sein, der das Amt genau im Sinne Putins führen werde, so der FDP-Außenpolitiker weiter. Mischustin werde zunächst einmal versuchen, an den Punkten in der russischen Bevölkerung etwas zu verbessern, an denen es Unzufriedenheiten gebe. „Aber er wird keine eigenen Akzente setzen können. Das ist auch nicht seine Aufgabe, sondern die werden weiterhin von Putin kommen“, sagte Link dem Deutschlandfunk.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH