Gisela Mayer, die Vorsitzende der „Stiftung gegen Gewalt an Schulen / Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“, hat nach dem Attentat von Hanau Folgen für das Waffenrecht verlangt.

Man habe gewusst, dass der Täter psychisch krank war, so erklärte Mayer gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) (Montagausgaben). Auch sei es bekannt gewesen, dass er im Besitz von Waffen war. „Solche Informationen müssen zusammengeführt werden. Denn solche Menschen wird es immer wieder geben.“ Sie dürften nicht in den Besitz von Waffen gelangen.
Mayer ergänzte, des weiteren dürften Waffen und Munition niemals in privaten Haushalten aufbewahrt werden, da sie immer in falsche Hände gelangen könnten. „Diese unsere Forderung bleibt genauso bestehen wie die Forderung nach einer regelmäßigen Überprüfung der Waffenbesitzer“, so sagte Mayer. Sie wisse, dass das aufwändig sei, machte die Vorsitzende der Stiftung deutlich. Dennoch sei es notwendig. „Es kann nämlich immer wieder Ereignisse im Leben geben, die jemanden aus der Bahn werfen.“ So traurig das Attentat von Hanau sei, so Mayer weiter zum RND, so habe es doch auch viele frühere Erkenntnisse aus ähnlichen Ereignissen bestätigt.
Bei dem Amoklauf in Winnenden 2009 hatte Mayer ihre Tochter verloren. Der damalige Täter hatte sich in psychotherapeutischer Behandlung befunden. Die Waffe stammte damals vom Vater des Täters, einem Schützen.
Mittwoch Nacht hatte der 43 Jahre alte Tobias R. in Hanau in Südhessen zunächst neun Menschen erschossen. Seine 72-jährige Mutter und er selbst wurden anschließend leblos in ihrer Wohnung gefunden. Der Generalbundesanwalt äußerte sich zu einer „zutiefst rassistischen Gesinnung“ des mutmaßlichen Täters, der anscheinend psychisch krank und Angehöriger eines Schützenvereins war.

Redaktion poppress.de, A-1010413