Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Österreichs Bundeskanzler hält EU nicht mehr für wettbewerbsfähig.
clock-icon13.03.2019 - 16:44:26 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hält die EU international nicht mehr für wettbewerbsfähig

Bild: Sebastian Kurz, über dts Nachrichtenagentur Bild: Sebastian Kurz, über dts Nachrichtenagentur

"Wir wirken satt, selbstzufrieden und träge, haben leider oft nicht mehr den Willen, an der Spitze zu sein", schreibt Kurz in einem Gastbeitrag für die "Welt" (Donnerstagsausgabe). Viele Debatten drehten sich in Europa "nur mehr darum, wie der bestehende Wohlstand noch weiter umverteilt werden kann, statt darum, wie wir Innovation und Wachstum fördern können".


Als Beispiel nennt der österreichische Bundeskanzler den "utopisch erscheinenden" europaweiten Mindestlohn oder die Schaffung neuer Behörden. Der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer sei daher "bei ihrer Warnung vor einer europäischen Sozialunion nur beizupflichten". Er halte die von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron "mit angestoßene" Debatte für "sehr wichtig", schreibt Kurz.


Während man in Europa bis heute globale Standards setze, was Freiheit und Demokratie betreffe, "so setzen wir heute nicht mehr die Standards, was Innovation und Wachstum betrifft. China als neue Supermacht wächst zur größten Volkswirtschaft der Welt heran. Zugleich entwickeln sich gerade auch kleinere Staaten wie etwa Singapur oder Israel mit einer Geschwindigkeit, die wir in Europa schon lange nicht mehr kennen", so Österreichs Bundeskanzler weiter.


Der EU müsse klar sein: "Wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren, riskieren wir sowohl unseren Wohlstand als auch unser soziales Netz - und damit zwei Grundpfeiler unserer Gesellschaft", schreibt Kurz in dem Gastbeitrag für die "Welt". Der EU fehle zudem "schlicht der Mut, auf unsere eigenen Interessen zu achten".


In diesem Punkt stimme er mit Macron überein: "Wenn es um die Vergabe von Großprojekten in der Infrastruktur geht, dann dürfen wir in Europa nicht immer nur nach dem Billigstbieter suchen, sondern sollten bestmöglich versuchen, europäische Anbieter zum Zug kommen zu lassen", schreibt der österreichische Bundeskanzler weiter.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Frankfurt - London ist die unangefochtene Lieblingsstadt der deutschen Anleger, die im Ausland investieren


Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hält die EU international nicht mehr für wettbewerbsfähig


Der frühere Chef der Linkspartei, Gregor Gysi, glaubt nicht, dass Gerhard Schröder (SPD) jemals Bundeskanzler geworden wäre, wenn er in der DDR groß geworden wäre


Die Zahl der von einem Elternteil ins Ausland entführter Kinder steigt


Obwohl die Schweiz ein reichhaltiges Angebot an frischen Gemüsen anbietet, kaufen viele oft unbewusst importiertes Essen vom Ausland ein


Bundeskanzler: "Niemand sollte sich ein No-Deal-Szenario wünschen"


Schweizer Unternehmen sollen für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden von Tochtergesellschaften im Ausland nicht haften


BERLIN/WIEN - Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat die EU-Reformvorschläge des französischen


Seit Monaten muss sich die AfD für Spenden aus dem Ausland rechtfertigen


Die Post hat den Druck bestimmter Briefmarken ins Ausland verlegt, "weil eine Herstellung in der Schweiz in der gewünschten Qualität nicht mehr möglich ist"