Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
EU-Kommission rechnet nicht mit raschem Freihandelsabkommen.
clock-icon17.10.2018 - 18:53:26 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die EU-Kommission rechnet nicht damit, dass die Gespräche über das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten bis zum Jahresende abgeschlossen sein werden

Bild: Demonstration gegen TTIP und Ceta, über dts Nachrichtenagentur Bild: Demonstration gegen TTIP und Ceta, über dts Nachrichtenagentur

"Das glaube ich nicht", sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). "Wir haben ja noch nicht einmal begonnen, darüber offiziell zu verhandeln." Zudem benötige sie erst noch ein Verhandlungsmandat der Mitgliedstaaten. "Von unserer Seite aus können wir gerne auch über die Autozölle reden", so Malmström.


Die Amerikaner hätten daran aber bislang wenig Interesse gezeigt. Dass die Verhandlungen auch den Agrarsektor umfassen sollen, wie der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Mittwoch angekündigt hatte, schloss Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aus. "Wir wollen nicht über die Landwirtschaft sprechen, für alles andere sind wir offen", sagte Altmaier der Zeitung.


"Im Übrigen wollen wir auch, dass die einseitigen Zollerhöhungen auf Stahl und Aluminium wieder abgeschafft werden." Malmström zeigte sich zuversichtlich, dass eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) möglich ist. Ein Austritt der Vereinigten Staaten aus der Organisation wäre ihrer Ansicht nach zu verschmerzen.


"Es blieben schließlich noch 163 Länder übrig", so die EU-Handelskommissarin. Auf die Frage, ob auch ein Freihandelsabkommen der EU mit China denkbar wäre, sagte sie: "Sicherlich nicht kurzfristig, aber langfristig: warum nicht? Aktuell verhandeln wir mit China über ein Investitionsabkommen, das ist ein erster Schritt." Altmaier stellte staatliche Unterstützung für das geplante Terminal für Flüssiggas (LNG) in Deutschland in Aussicht.


"Der Aufbau eines LNG-Terminals kostet bis zu einer halben Milliarde Euro", so Altmaier. Klar sei: Dieses Geld müsse zum Großteil aus der Wirtschaft kommen. "Aber wir haben auch einige Optionen, das zu unterstützen", so der Wirtschaftsminister. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump hatten sich im Juli darauf verständigt, dass Europa den Import von amerikanischem Flüssiggas erleichtern soll.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, hat sich kritisch über die Initiative von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geäußert, ein Tierwohllabel in Deutschland einzuführen


Berlin - Der EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, hat sich kritisch über die Initiative von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geäußert, ein Tierwohllabel in Deutschland einzuführen


Der langjährige EU-Abgeordnete Othmar Karas wird bei der Europawahl wieder für die ÖVP antreten


Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat Bereitschaft signalisiert, den EU-Austritt Großbritanniens zu verschieben


WASHINGTON Mehr als vier Wochen nach Beginn des "Shutdowns" in den USA könnte Bewegung in den festgefahrenen Budgetstreit zwischen Präsident Donald Trump und den Demokraten kommen


Die FPÖ hat gestern die Ritterspiele gegen Othmar Karas, den neuen, alten Spitzenkandidaten der ÖVP für die EU-Wahl, eröffnet


Die mit konventionellen Sprengköpfen bestückten russischen Raketen sind laut der US-Zeitschrift „Foreign Policy“ tödlicher als die Atomwaffen Russlands, und die USA machen einen großen Fehler, wenn sie sich aus dem Vertrag über das Verbot von Raketen und Marschflugkörpern mit kürzerer und mittlerer Reichweite (INF-Vertrag) austreten


Monatelang wurde über die Zukunft von Othmar Karas spekuliert, nun verkündete die ÖVP: Der Turbo-Europäer wird trotz mehrmaliger parteiinterner Kritik Spitzenkandidat für die EU-Wahl


Sonja Endlweber hat ihren Job als Unternehmensberaterin in Wien an den Nagel gehängt, um durch die Wildnis der USA, Kanadas und Alaskas zu reiten


Das Schlimmste, was passieren kann, ist laut Peter Schulze von der Universität Göttingen, dass die Debatten, die nach der eventuellen Aufkündigung des INF-Vertrages durch die USA beginnen, sich über Jahre hinstrecken können und dass in der Zwischenzeit in Europa mit der Stationierung von Mittelstreckenraketen begonnen wird