Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Nach Gewalt in Chemnitz: Innenministerium fürchtet Nachahmer.
clock-icon11.10.2018 - 04:01:44 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die gewaltsamen Ausschreitungen in Chemnitz könnten Rechtsextremisten als Blaupause für künftige Aktionen dienen

Bild: Rechtsradikaler bei Protest in Chemnitz, über dts Nachrichtenagentur Bild: Rechtsradikaler bei Protest in Chemnitz, über dts Nachrichtenagentur

Zu dieser Einschätzung kommt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Monika Lazar. "Die Art und Weise sowie auch das Ausmaß der Geschehnisse in Chemnitz dürfte bei Rechtsextremisten als Erfolg verbucht werden", heißt es in dem Dokument aus dem Innenministerium, über das das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) berichtet.


Vor diesem Hintergrund könne davon ausgegangen werden, "dass Rechtsextremisten und andere asylfeindliche Akteure versuchen werden, öffentlichkeitswirksame Delikte, an denen Zuwanderer beteiligt sind, auch zukünftig für ähnliche Kundgebungen und Aktionen zu nutzen". Das Ministerium sieht in dieser Hinsicht vor allem die sozialen Netzwerke als Mobilisierungsinstrument.


Die "virtuellen Kontaktmöglichkeiten" vereinfachten eine überregionale Vernetzung. In Chemnitz habe dieser "Mobilisierungsgrad" von der "besonders starken rechtsextremistischen Szene und rechtsextremistisch beeinflussten Fußballfan-Szene" profitiert. Das Gefahrenpotenzial etwa durch die Solidarisierung gewaltorientierter Fußballfans und rechtsextremistischer Gruppierungen sieht das Ministerium insoweit mit Sorge, als es zu einer möglichen "Verschärfung" der Lage beitragen könne.


"Die Erfahrung zeigt, dass das rechtsextremistische Spektrum in der Lage ist, Stimmungslagen in der Bevölkerung aufzunehmen und diese versucht, ideologisch aufzuladen", heißt es in der Antwort auf die Grünen-Anfrage. Die Grünen-Politikerin Lazar forderte Innenminister Horst Seehofer (CSU) auf, den Rechtsextremismus künftig "ernsthaft" in den Blick zu nehmen.


"Der gewaltbereite Rechtsextremismus ist eine der größten sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit", sagte Lazar. dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "In einem Sammelbecken aus Alt-NPDlern, rechten Burschenschaften, Hooligans, Kampfsportlern, Pegida, Identitärer Bewegung, "Ein Prozent", waffenaffinen Reichsbürgern und AfD entsteht ein neuer Rechtsterrorismus." Dem müssten die Sicherheitsbehörden "nachhaltig Rechnung tragen und ihre Analysefähigkeit in diesem wichtigen Bereich endlich verbessern".dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Kiel - Nach dem Wahldesaster der SPD in Bayern stellen namhafte Genossen in Schleswig-Holstein den Fortbestand der Großen Koalition in Berlin in Frage


Auf einer Pressekonferenz hat die Polizei nach der beendeten Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof weitere Details zur Tat bekanntgegeben


Erhebliche Verkehrsbehinderungen nach Lkw-Unfall


Zwar ist die Klöckner & Co Aktie heute nicht mehr aus ihrer Abwärtsbewegung heraus gekommen, doch aus charttechnischer Sicht könnte sich nach den jüngsten Verlusten eine Turnaroundchance entwickeln


Nach einer durchzogenen ersten Halbzeit können sich die Schweizer steigern und erzielen innerhalb von 15 Minuten eine 2:0-Führung


Es war ein schwerer Schock: Mitten in den schweren Turbulenzen nach der Datenaffäre quittierten ausgerechnet die beiden Gründer der so wichtigen Unternehmenstochter Instagram ihren Job bei Facebook


Nach dem trockenen Sommer folgt ein ebenso trockener Herbst


Erster Sieg in Spanien seit 31 Jahren: England hat sich in der Nations League nach einer starken ersten Hälfte durchgesetzt


Zu den ungelösten Fragen vor dem Anpfiff am Tivoli gehört vor allem diese: Mit welcher Mannschaft kommt Borussia Dortmund zum Freundschaftsspiel nach Aachen, nachdem ein Dutzend Profis gerade bei ihren Nationalmannschaften und viele weitere Spieler wie Kagawa, Wolf oder Reus gerade im Krankenstand sind?


Dornbirn Nach dem 8:5-Auswärtserfolg beim SC Thunerstern zum Saisonstart musste sich der RHC Dornbirn in der Schweizer Nati A im Rollhockey im ersten Heimspiel dem letztjährigen Vizemeister RC Biasca mit 3:4 (1:1) geschlagen geben