Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Ifo-Chef Fuest warnt vor Staatspleite Italiens.
clock-icon11.10.2018 - 17:16:29 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Ifo-Chef Clemens Fuest warnt davor, dass Italien eine Staatspleite droht, falls die Regierung in Rom ihren finanzpolitischen Kurs beibehalten sollte

Bild: Italienische Zentralbank Banca d`Italia, über dts Nachrichtenagentur Bild: Italienische Zentralbank Banca d`Italia, über dts Nachrichtenagentur

"Der Kurs der aktuellen Regierung führt ins Abseits", schreibt Fuest in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Er werde die wirtschaftliche Lage des Landes weiter verschlechtern. "Ohne Kurskorrektur drohen Italien eine Staatspleite und ein wirtschaftlicher Absturz", so Fuest.


Auslöser der aktuellen Krise sei die Ankündigung der italienischen Regierung, 2019 ihr Budgetdefizit auf 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern, von 1,6 Prozent im laufenden Jahr. Die Risikozuschläge auf italienische Staatsanleihen würden fast täglich neue Höchststände erreichen.


Die Aktien italienischer Banken seien eingebrochen. Die Ratingagenturen prüften eine weitere Herabstufung der Bonitätsnote des Landes in Richtung Ramschniveau. "Europa sollte auf diese Krise mit einer doppelten Strategie antworten", schreibt Fuest. Erstens müsse der Rest der Euro-Zone vor einer italienischen Staatspleite so gut es geht abgeschirmt werden, um nicht erpressbar zu sein.


"Zweitens sollte man auf Rom zugehen: Mehr Solidarität bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme wäre nur fair", schreibt Fuest. Um das Erpressungspotenzial Italiens gegenüber den anderen Mitgliedsländern der Euro-Zone zu reduzieren, sollte die europäische Bankenaufsicht Maßnahmen ergreifen, um die Finanzstabilität bei einer Staatspleite Italiens zumindest im Rest der Euro-Zone aufrechtzuerhalten, fordert der Ökonom.


"Den Banken in der gesamten Euro-Zone sollte signalisiert werden, dass sie nicht mit Hilfen rechnen können, wenn sie durch den Ausfall von Forderungen gegenüber italienischen Schuldnern Verluste erleiden." Der Preis dieser finanziellen Isolation Italiens würde darin bestehen, dass die wirtschaftlichen Probleme dort noch zunehmen könnten, so Fuest.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Osnabrück - Mittelstand fordert gezielte Werbung um Fachkräfte aus dem Ausland Ohoven drängt auf mehr Chancen für qualifizierte Zuwanderer Osnabrück


Düsseldorf - Der stellvertretende Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Hermann Gröhe (CDU), hat die Tonlage in der Debatte um §219a kritisiert und einen Kompromissvorschlag gemacht


Wie voestalpine-Chef Wolfgang Eder gegen die US-Sanktionen ankämpft


DGB-Chef Reiner Hoffmann wirbt nach dem Warnstreik bei der Bahn um Verständnis für die Beschäftigten


Arina Kowner war die starke Frau unter Migros-Chef Pierre Arnold, dann machte sie sich selbständig


In der Diskussion um die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland drängt der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) auf zusätzliche Maßnahmen über das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz hinaus, so Präsident Mario Ohoven


Die Entscheidung ist durch, Friedrich Merz wird nicht CDU-Chef


Im Auftrag des ZDF in Kooperation mit Arte entsteht wieder ein Krimi-Drama um reale Ereignisse, die vom realen Soko-Chef Ingo Thiel aufgeklärt wurden


Sparkassen-Chef Ralf Fleischer ist nach wie vor der bestbezahlte Boss der Stadt


Migration sei kein Menschenrecht, erklärte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache