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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Chef der türkischen Notenbank am Wochenende entlassen und weckt hierdurch Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank. Die türkische Lira (TRY) wertete am Montag vorübergehend um zwei Prozent zum Euro (EUR) ab und konnte dadurch ihren mittelfristigen Aufwärtstrend verteidigen. Dabei kam die Entlassung des vorherigen Chefs Murat Cetinkaya der nicht unerwartet, schon längerfristig hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf eine Zinssenkung gepocht. Die Nationalbank reagierte zuvor mit einer straffen Anhebungspolitik und senkte hierdurch die Inflationsrate des Landes deutlich. Der neue Chef der Bank Murat Uysal dürfte dem Staatspräsidenten etwas wohlgesonnener entgegentreten, was die Unabhängigkeit der Notenbank gegenüber dem Staat unter Umständen untergräbt. Investoren könnten dies als Anlass für eine Kapitalflucht nehmen und die türkische Währung weiter unter Druck setzen. Aus technischer Sicht herrscht noch immer ein mittelfristiger Aufwärtstrend beim Währungspaar EUR/TRY, wodurch der jüngste Kursabschlag in dem Paar nun wieder einem Aufwärtstrend weichen könnte.
clock-icon09.07.2019 - 12:33:36 Uhr | ad-hoc-news.de

EUR/TRY Analyse: EMA 200 als Sprungbrett nutzen?

Bild: Rafael Müller, ad-hoc-news.de Bild: Rafael Müller, ad-hoc-news.de

Liebe Trader, Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Chef der türkischen Notenbank am Wochenende entlassen und weckt hierdurch Zweifel an der Unabhängigkeit der Notenbank. Die türkische Lira (TRY) wertete am Montag vorübergehend um zwei Prozent zum Euro (EUR) ab und konnte dadurch ihren mittelfristigen Aufwärtstrend verteidigen.


Dabei kam die Entlassung des vorherigen Chefs Murat Cetinkaya der nicht unerwartet, schon längerfristig hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf eine Zinssenkung gepocht. Die Nationalbank reagierte zuvor mit einer straffen Anhebungspolitik und senkte hierdurch die Inflationsrate des Landes deutlich.


Der neue Chef der Bank Murat Uysal dürfte dem Staatspräsidenten etwas wohlgesonnener entgegentreten, was die Unabhängigkeit der Notenbank gegenüber dem Staat unter Umständen untergräbt. Investoren könnten dies als Anlass für eine Kapitalflucht nehmen und die türkische Währung weiter unter Druck setzen.


Aus technischer Sicht herrscht noch immer ein mittelfristiger Aufwärtstrend beim Währungspaar EUR/TRY, wodurch der jüngste Kursabschlag in dem Paar nun wieder einem Aufwärtstrend weichen könnte. Long-Chance: So ganz geschockt scheinen die Märkte allerdings nicht zu sein, technisch kann erst oberhalb von 6,50 TRY kurzfristiges Aufwärtspotenzial an die markante Hürde um 6,6106 TRY abgeleitet werden.


Darüber bestünde schließlich die Möglichkeit an den nächstgrößeren Widerstand um glatt 6,70 TRY zuzulegen, sofern sich die dieswöchige Aufwärtsdynamik in gleicher Weise fortsetzt. Sollte das Währungspaar Euro zur türkischen Lira hingegen unter den 200-Tage-Durchschnitt bei 6,3139 TRY zurückfallen, bestünde eine realistische Chance auf Stärkung der türkischen Lira.


In diesem Fall könnte der Wechselkurs sogar in den Bereich von 6,10 TRY zurückgehen. Spätestens an der runden Marke von 6,00 TRY ist jedoch mit einer kurzfristigen Gegenreaktion zur Oberseite zu rechnen. Tageschart: EUR/TRY; Täglich, Örtliche Zeit (GMT+1); Kurs des Währungspaares zum Zeitpunkt der Erstellung der Analyse 6,38969 GBP; 13:30 Uhr Traden Sie ab jetzt zu den besten Handelsbedingungen.


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