Bundesumweltministerin fordert schnellen Aufbau einer Wassersoff-Wirtschaft

Mit Blick auf die deutschen Anlagenbauer möchte Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Wasserstoff-Markt schnell ausbauen. Es gehe darum, die Führungsrolle in dieser Zukunftstechnologie zu halten und auszubauen, sagte die SPD-Politikerin dem „Handelsblatt“. Schulze erhofft sich bei der Herstellung von synthetischen Kraftstoffen auf der Basis von Wasserstoff eine führende Rolle der deutschen Wirtschaft.

Zur Erreichung dieses Ziels wirft die Ministerin einen Blick auf den Luftverkehr. Sie schlägt eine Quote vor, die den Anteil synthetischer Kraftstoffe festlegt. Die Herstellung soll auf der Grundlage von ökologisch produziertem Wasserstoff erfolgen. Svenja Schulze will eine garantierte Abnahmemenge zu stabilen Konditionen erreichen. Außerdem plant sie gezielte Förderprogramme. Schon ab dem kommenden Jahr schreibt das Umweltministerium die Produktion von jährlich 5.000 Tonnen umweltfreundlichen Wasserstoff aus. Der Anbieter, welcher das Produkt zum niedrigsten Preis herstellt, bekommt den Zuschlag, so die Ministerin. Um eine Skalierung zu erreichen, sieht der Plan danach die jährliche Steigerung der Produktion um jeweils 5.000 Tonnen vor. Damit soll der Markt bis 2030 hochlaufen. Vom grünen Wasserstoff profitiert nach dem Willen Schulzes die Mineralölwirtschaft. Wenn sie ihn im Raffinerieprozess einsetze, bekäme sie dies auf die Minderungsziele von Treibhausgasen angerechnet. Svenja Schulze sieht darin eine attraktive Möglichkeit für die Unternehmen, die Quote für die Verringerung der Treibhausgase zu erreichen. Dies solle das Interesse zum Bau von Anlagen und zur Produktion von Wasserstoff stärken. Schulze glaubt, mit den geplanten Maßnahmen den Wünschen der Industrie entgegenzukommen. Die Wirtschaft fordere seit Langem die Förderung der Wasserstoff-Produktion, sagte Schulze. Sie sprach sich dafür aus, den Plan rasch umzusetzen.

Redaktion poppress.de, berufstouri