Mit der Schaffung eines rechtlich bindenden Anspruchs auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen, hofft Bundesfamilienministerin Franziska Giffey auf Unterstützung des Bundes für die Länder

Dabei gehe es auch um die Unterstützung beim Bestreiten der laufenden Kosten. Die SPD-Politikerin sieht im guten Betreuen von Kindern eine Aufgabe für die nationale Zukunft. Den Samstagsausgaben des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ sagte Giffey, dass die Bundesländer auf über die bisherigen Zusagen hinausgehende Mittel hoffen können.

Ihr Ministerium verhandle darüber aktuell mit dem Bundesfinanzministerium, erläuterte die Familienministerin. Dabei gehe es darum, ob und in welchem Umfang der Bund Betriebskosten übernehmen könne. Giffey verwies auf die Betreuung der Unter-3-Jährigen in Kita, für die der Bund Betriebskosten übernimmt. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass der Bund die Länder auch bei den Grundschülern unterstützt. Die Ministerin verweis darauf, dass sich mehr als 70 Prozent der Eltern von Kindern unter elf Jahren eine Ganztagsbetreuung wünschen. Aktuell kann aber nur die Hälfte der Kinder entsprechende Angebote nutzen. Die SPD-Politikerin sieht hier eine Lücke in der Betreuung, die schnell zu schließen sei. Sie forderte, dass jeder der es wünsche, einer Arbeit nachgehen kann. Dafür erwarten Eltern eine gute Betreuung für ihre Kinder. Giffey betonte, dass die Bundesregierung schon heute viel für das Betreuen von Kindern tut. Sie unterstütze Länder und Kommunen beim Ausbau von Betreuungseinrichtungen mit Finanzhilfen im Wert von zwei Milliarden Euro. Damit ließen die Länder wichtige Maßnahmen für eine bessere Infrastruktur durchführen. Die Mittel stellt der Bund den Ländern bis 2028 bereit. Mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Betreuung forderte Franziska Giffey mehr Investitionen in die Ausbildung von Betreuern. Nur so sei eine gute Qualität zu erreichen. Über die Höhe der Hilfen des Bundes zeigten sich die Bundesländer unzufrieden. Die Kosten für den Ausbau von Betreuungseinrichtungen lägen deutlich über den aus Berlin bereitgestellten Mitteln. Deshalb wollen die Länder außerdem eine Garantie für die Zeit nach der Schaffung von mehr Einrichtungen zur Ganztagsbetreuung. Es besteht die Angst, beim Bewältigen der laufenden Kosten auf sich gestellt zu bleiben. Franziska Giffey verwies hingegen darauf, dass Bildung Aufgabe der Länder sei. Dennoch habe sich die Große Koalition aus Union und SPD im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, für Kinder im Grundschulalter den Ausbau von Einrichtungen zur Ganztagsbetreuung zu unterstützen. Giffey versicherte, dass dies auch geschieht.

Redaktion poppress.de, berufstouri