Im Februar sanken die Preise für Importe nach Deutschland im Durchschnitt um 2,0 Prozent.

Die Preise für Importwaren nach Deutschland sanken im Februar im Vorjahresvergleich um 2,0 Prozent und setzten damit den Trend aus den Vormonaten Dezember und Januar fort. Gegenüber Januar 2020 gaben die Durchschnittspreise nochmals um 0,9 Prozent nach. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist die Preisentwicklung derzeit noch nicht an die wirtschaftliche Krise infolge der Corona-Pandemie rückgekoppelt und entwickelte sich im Februar noch unabhängig davon. Als größter Faktor des Preisrückgangs, erwiesen sich die Einfuhrpreise für Energie. Gegenüber den Vorjahreszahlen brachen die Energiepreise um 17,3 Prozent ein. Auch im Vormonatsvergleich war eine deutliche Preissenkung um 10,5 Prozent festzustellen. Bei den Energieträgern fiel die Entwicklung bei Erdgas am deutlichsten aus. Mit einem Minus von 34 Prozent zum Januar 2019 ist Erdgas derzeit um ein Drittel billiger als vor einem Jahr. Bei Erdöl ist eine Preissenkung von 5,9 Prozent zu beobachten, während bei Erdölprodukten ein Minus von 12,9 Prozent zum Vorjahr zu vermerken war. Bei importierten Produktionsteilen mussten die Endproduzenten 1,3 Prozent weniger investieren, allerdings stiegen die Preise im Vormonatsvergleich um 0,4 Prozent. Hier war vor allem bei Elektrobauteilen mit -11,3 Prozent eine deutliche Minustendenz festzustellen. Für Roheisen und Stahl mussten 8,1 Prozent weniger investiert werden. Auf dem Rohstoffmarkt zogen die Preise für Eisenerze um 13,9 Prozent an, während bei Edelmetallen, sowohl im Rohzustand als auch im verarbeiteten Zustand, mit 48,4 Prozent ein deutlicher Preisschub festzustellen war. Der Import von Investitionsgütern verbilligte sich im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent, während sie zum Vormonat nahezu stabil blieben (+0,1 Prozent). Für Elektronikprodukte musste im Februar deutlich weniger aufgewendet werden. Bei Smartphones lag der Importpreis um 10,9 Prozent niedriger, bei Tablets sank der Preis um 10,1 Prozent. Für Maschinen sowie Mess-, Kontroll- und Navigationsgeräte musste dagegen 2,2 Prozent mehr aufgewendet werden. Für importierte Konsumgüter und Fertigprodukte musste 0,7 Prozent mehr bezahlt werden. Im Agrarsektor stiegen die Importpreise um 8,1 Prozent zum Vorjahr und 1,4 Prozent zum Vormonat. Bei den Landwirtschaftsprodukten verteuerte sich vor allem der Import von Lebendschweinen um 62,5 Prozent, während die Preise für Getreide um 5,0 Prozent nachgaben, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Redaktion poppress.de, NeoMatrix