Die Ermittlungen im Fall des ermordeten Regierungspräsidenten Walter Lübcke scheinen dem Ende nah. Zugleich sei eine neue Aussage des Tatverdächtigen kundgetan worden.

So sieht der derzeitige Stand der Ermittlungen laut Angaben der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschlands aus. Während einer jüngsten Sitzung teilte Bundesanwältin Cornelia Zacharias mit, dass die Ermittlungen nicht mehr lange andauern würden. Folglich sei noch mit vier bis sechs Wochen zu rechnen.

Auch bezüglich der neuen Aussage des Hauptverdächtigen Stephan E. wurde versichert, dass der für den Fall beauftragte Ermittlungsrichter diesem keinen Glauben schenke. Selbst durch die neue Aussage sei daher keine Änderung des Haftbefehls in Aussicht.

Laut Angaben hatte der Tatverdächtige während der Befragung erklärt, dass nicht er selbst auf Lübcke geschossen hatte, sondern sein rechtsextremer Freund Markus H. Ermittler halten diese Aussage allerdings für wenig einleuchtend. Der Verdächtige hatte sich nämlich bereits während seiner ersten Vernehmung sehr detailliert zum Mord geäußert. Darüber hinaus waren keine Spuren von Markus H. am Tatort gefunden worden, was wiederum darauf schließen lässt, dass dieser nicht für den Mord verantwortlich war. Der 65-jährige CDU-Politiker Lübcke war am 2. Juni 2019 vor seinem Wohnhaus durch einen Kopfschuss getötet worden. Er wurde besonders in rechtsextremen Kreisen gehasst, da er sich für Flüchtlinge einsetzte.

Der Bundesgerichtshof habe am vergangenen Mittwoch einen weiteren Haftbefehl wegen Beihilfe zum Mord aufgehoben. Berichten zufolge wurde der Verdächtigte beschuldigt, im Jahr 2016 dem Tatverdächtigen die im späteren Verlauf genutzte Tatwaffe zu einem guten Preis verkauft zu haben.

Redaktion poppress.de, Kei