Erhebliche Zunahme kinderpornografischer Straftaten im Jahr 2019: Anstieg um über 50 Prozent

Die Zeitungsmedien der Funke-Medien-Gruppe berichten in ihren Dienstagsausgaben unter Bezugnahme auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) von einem erheblichen Anstieg kinderpornografischer Straftaten. Die deutschen Sicherheitsbehörden melden für 2019 einen Zunahme um 52 Prozent bei der Verbreitung pornografischer Schriften und sogar von 65 Prozent bei der Kinderpornografie. Die erhöhte Straftaten-Anzahl wird vornehmlich darauf zurückgeführt, dass die Straftäter das Internet verstärkt zur Verbreitung von Kinderpornografie nutzen. Die Polizeibehörden des Bundes und der Bundesländer registrierten für das Jahr 2019 zudem eine signifikante Zunahme der Straftat des sexuellen Missbrauchs von Kindern um elf Prozent.

Das Bundeskriminalamt schätzt diese Entwicklung als „bedenklich“ ein. Die meisten Hinweise auf Dateien, die kinderpornografische Inhalte aufweisen, erhält das Bundeskriminalamt vom National Centre for Missing and Exploited Children (NCMEC), einer 1984 in den USA gegründeten Nichtregierungsorganisation. Die NCMEC wiederum kooperiert mit US-amerikanischen Online-Portalen und Service-Providern wie Microsoft, Google, Facebook und Yahoo. Die Zusammenarbeit mit bedeutenden Internet-Portalen führt letztlich zu einer deutlichen Erhöhung der Anzahl von Hinweisen auf kinderpornografische Sachverhalte.

Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet allerdings für die Gesamtzahl aller Straftaten (also einschließlich derjenigen außerhalb der Kinderpornografie) für 2019 einen erheblichen Rückgang. Die zur Funke-Medien-Gruppe gehörenden Zeitungen berichten von 5,3 Millionen im letzten Jahr polizeilich registrierten Straftaten. Zum Vergleich: vor zehn Jahren ereigneten sich noch mehr als sechs Millionen strafbare Regelverstöße. Der Rückgang der Straftaten in 2019 geht unter anderem auf eine um sechs Prozent geringere Anzahl von Diebstählen und auf um sogar 11 Prozent rückläufige Wohnungseinbrüche zurück.

Redaktion poppress.de, A. Camus