„Ob eine Neubelebung der GroKo möglich ist, muss sich in den nächsten Wochen zeigen“, sagte Lauterbach dem „Spiegel“. „Das Schlimmste wäre, uns bis zum Ende durchzuwursteln und plötzlich mit Forderungen im Wahlkampf zu stehen, die wir schon unendlich oft wiederholt haben und nie durchsetzen konnten“, so der SPD-Politiker weiter.

Er hatte im Wettbewerb um den Parteivorsitz für ein Ende der Großen Koalition geworben. Der SPD-Gesundheitsexperte forderte das Spitzenduo zu neuen Schwerpunkten auf: „Klima und Wirtschaft sind die Gebote der Stunde, Umverteilung alleine reicht nicht“, sagte er. Die Änderungen am Klimapaket, wie sie im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat ausgehandelt wurden, seien ungenügend. „Es gibt im deutschsprachigen Raum keinen Wissenschaftler, der sagt, damit seien die Klimaziele erreichbar“, sagte Lauterbach dem „Spiegel“.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH