Manfred Weber, der Fraktionsvorsitzende der EVP, will vor allem Investoren aus der Wirtschaft für die Finanzierung des europäischen Green-Deals gewinnen.

Weber (CSU) meinte am Dienstag gegenüber dem ZDF-Morgenmagazin, die Investitionen der Wirtschaft müssten auf Klimaneutralität ausgerichtet werden. Europa solle bei den Innovationen eine Vorreiterrolle spielen.
Dabei sei zu hoffen, dass auch neue Arbeitsplätze entstehen würden. Es müsse aber durch die europäische Gesetzgebung der richtige Rahmen geschaffen werden. Der CSU-Politiker stellt sich zum Beispiel vor, dass Airbus Flugzeuge entwickeln soll, die kein schädliches Klimagas ausstoßen. Europa solle führend in diesen Technologien werden. Der EVP-Faktionsvorsitzende geht davon aus, dass Deutschland aus dem Green-Deal einen Gewinn ziehen wird. Damit fänden die im Berliner Kohlepaket geforderten Maßnahmen jetzt auch Unterstützung durch Gelder aus Europa. Die Klimapolitik Europas müsse jedoch auch international ausgerichtet sein, meinte Weber. Da Europa nur circa zehn Prozent der Klimaemissionen auf der ganzen Welt verursache, müsse man auch darauf achten, die restliche Welt mitzunehmen. Europa solle aktiv werden, aber wichtig sei es auch, den anderen Ländern die Dringlichkeit der Lage klarzumachen.