Gemäß den Angaben einer neuesten Forsa-Umfrage verbucht die SPD deutliche Gewinne in der Wählergunst.

Vergangenen Samstag wurde das Ergebnis einer Studie veröffentlicht. Diese war von RTL und n-tv in Auftrag gegeben worden. Demnach hat die SPD um ein Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Woche zugelegt, sie erreicht damit 13 Prozent der Wählerstimmen. Bei der Union bleiben die Zahlen gleich: Sie ist mit 28 Prozent die stärkste politische Kraft im Land.
Unverändert liegen die Grünen bei 22 Prozent, während die Linke auf einen Zuwachs von einem Prozent verweisen kann. Sie kommt damit jetzt auf 9 Prozent bei der Umfrage. Unverändert hält sich auch die AFD bei 13 Prozent der Wählerstimmen. Als Verlierer geht die FDP aus der Erhebung hervor: Sie verliert einen Prozentpunkt und hat nur noch acht Prozent der Wählerstimmen inne. Sieben Prozent der Wähler würden sich für eine der anderen Parteien entscheiden. Gar nicht wählen würden 22 Prozent der Wahlberechtigten. Sie können sich nicht entscheiden und ziehen es daher vor, gar nicht zur Wahlurne zu gehen. Zusammen erreichen Schwarz-Grün 50 Prozent aller Wählerstimmen. Damit können sie gemäß Forsa eine Regierung bilden. Nicht regierungsfähig ist eindeutig Grün-Rot-Rot, denn sie kommen zusammen nur auf 44 Prozent der Wählerstimmen. In Gemeinden, die weniger als 5.000 Einwohner haben, käme die Union auf 32 Prozent. 18 Prozent der Wähler würden die Grünen wählen. Anders ist die Situation in Großstädten, die mehr als eine halbe Million Einwohner haben. Hier lägen die Grünen bei 27 Prozent und damit über der CDU/ CSU, die nur auf 23 Prozent der Wählerstimmen kämen.
Politisch zeigt sich damit eine Kluft zwischen Städten und dem Land. In Städten und Gemeinden mit höchstens 20.000 Einwohnern liegt die klare Mehrheit bei der CDU beziehungsweise der CSU. Sie kommt im Schnitt auf 30 Prozent. Hier schneiden die Grünen mit sogar weniger als 20 Prozent deutlich schlechter ab. Die Grünen haben das Sagen in den Metropolen und großen Städten. Klar liegen sie dort vier Prozentpunkte vor CDU und CSU. Nur noch eine Rolle am Rande des politischen Geschehens spielt die SPD. Dies gilt sowohl für das Land wie für größere Städte. Hier habe die SPD ihre Vorreiterrolle verloren, so der Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe. Deutlich ist die Umfrage auch bezüglich Annegret Kramp-Karrenbauer. 71 Prozent der Befragten sind der Meinung, Kramp-Karrenbauer habe nicht die Fähigkeit dazu, Bundeskanzlerin zu werden. Nur 12 Prozent sehen Kramp-Karrenbauer in der Rolle der zukünftigen Regierungschefin. Dass Kramp-Karrenbauer nicht für das Bundeskanzleramt geeignet sei, sehen auch Wähler der eigenen Partei so: Zusammen mit denkbaren Koalitionspartnern kommen diese Befragten auf 68 Prozent. In genauen Zahlen sind das: 76 Prozent Wähler der SPD, 83 Prozent Wähler der Grünen und 81 Prozent bei der FDP. Auch als CDU-Chefin sehen 61 Prozent der Wähler Kramp-Karrenbauer nicht in geeigneter Position. Dagegen stimmen zehn Prozent darin überein, Kramp-Karrenbauer sei für dieses Amt geeignet. Auch bezüglich der Präferenz für einen Kanzlerkandidaten bleiben die Werte dieselben. Eindeutig bevorzugt wird Olaf Scholz von der SPD bewertet. Gemäß der Umfrage von Forsa würden sich bei einer Wahl 33 Prozent für den Finanzminister und Vizekanzler Scholz entscheiden. Nur 14 Prozent kämen hingegen auf die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer. Auch gegenüber dem Grünen-Chef schneidet Kramp-Karrenbauer nicht gut ab. Im Falle einer Wahl würden sich 32 Prozent für den Grünen Robert Habeck entscheiden, dagegen nur 15 Prozent für Kramp-Karrenbauer. Interessant ist ein weiteres Ergebnis. Im Falle einer Wahl zwischen Habeck und Scholz kämen beide Kandidaten auf die gleiche Anzahl von 25 Prozent. Die Erhebung wurde im Januar bei 2.504 Wählern durchgeführt.

Redaktion poppress.de, A & Omega