Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Simbabwe: SOS-Kinderdörfer warnen vor nie dagewesener Hungersnot.
clock-icon02.12.2019 - 10:22:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer hat vor einer "nie dagewesenen Hungersnot" im Krisenstaat Simbabwe und mehreren ostafrikanischen Ländern gewarnt

Bild: Trockenes Feld, über dts Nachrichtenagentur Bild: Trockenes Feld, über dts Nachrichtenagentur

Die internationalen Staatengemeinschaft müsse entschlossener handeln, da die "verheerenden Folgen" der Erderwärmung vor allem für die Menschen in Afrika schon heute eine "Frage von Leben und Tod" seien, teilte die Organisation am Montag kurz vor dem Start der UN-Klimakonferenz mit. Ursache für die aktuelle Notsituation in Simbabwe sei eine der schlimmsten Dürren der vergangenen Jahre.


"Bereits jetzt leiden 3,5 Millionen Menschen an Lebensmittelknappheit. Etliche sind bereits unterernährt", sagte Addmore Makunura, Leiter der Organisation in Simbabwe. Zwischen Januar und März dürften sich die Zahlen demnach noch weiter erhöhen. "Die Hälfte aller Einwohner Simbabwes, 5,5 Millionen Menschen, werden dann zu wenig zu essen haben, darunter 2,6 Millionen Kinder.


Eine so fürchterliche Dürre haben wir hier noch nie erlebt." Ohne intensive humanitäre Unterstützung seien zahlreiche Menschen vom Hungertod bedroht. "Kinder sind besonders gefährdet, weil sie kaum Reserven haben, um eine solche Mangelsituation zu überstehen", so Makunura. Die Trockenheit habe dazu geführt, dass weniger Lebensmittel produziert werden konnten, der Grundwasserspiegel sei viel zu niedrig, was zu empfindlichen Ernteeinbußen führe.


Entsprechend gingen die Lebensmittelpreise Monat zu Monat rapide in die Höhe. "Zehn Kilo Maismehl haben noch im Februar 8,5 Simbabwe-Dollar gekostet, im August schon 28. Das kann sich keiner mehr leisten", so der Vertreter der Hilfsorganisation. Die Trockenheit bedrohe nicht nur die Menschen, sondern auch das Vieh, unzählige Tiere seien bereits verendet.


Die sich mehrenden extremen Wetterphänomene in seinem Land führte Makunura auf den Klimawandel zurück. "Oberstes Gebot ist es jetzt, den akut gefährdeten Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen." Langfristig sei es wichtig, die Bauern dabei zu unterstützen, alternative Bewässerungssysteme aufzubauen, sich auf die veränderte Lage einzustellen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Schwankungen zu stärken.


Das könnte Sie auch interessieren:

Baden-Baden - Donnerstag, 05 Dezember 2019 (Woche 49)/04 12 2019 20 15 RP: Zur Sache Rheinland-Pfalz! Das Politik-Magazin fürs Land mit Britta Krane Vandalismus in Kirchen und auf Friedhöfen - Warum ist Menschen nichts mehr heilig? Für viele Menschen war es ein


Berlin - Pfandbriefbanken kritisieren Gesetzesvorhaben in Berlin Der vom Berliner Senat beschlossene Gesetzentwurf zum Mietendeckel für das Land Berlin wird von den Pfandbriefbanken scharf kritisiert: "Die Politik erlaubt sich hier einen Markteingriff, der unangemessen und nicht zielführend ist", betonte Jens Tolckmitt,


Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet bescheinigt der deutschen Politik falsche Prioritäten in der Energiepolitik


Der CDU-Menschenrechtspolitiker Michael Brand hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mangelnde Courage in der China-Politik vorgeworfen