Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
DGB weist Spahn-Vorstoß zu Krankenkassenreserven zurück.
clock-icon06.12.2018 - 07:55:47 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

In der Diskussion über die wachsenden Finanzpolster der gesetzlichen Krankenkassen drängt der Deutsche Gewerkschaftsbund darauf, die Versicherten zu entlasten und nicht in erster Linie die Arbeitgeber

Bild: DGB-Logo, über dts Nachrichtenagentur Bild: DGB-Logo, über dts Nachrichtenagentur

"Was Gesundheitsminister Jens Spahn jetzt als gehortete Kassenreserven brandmarkt, sind in erster Linie angesparte Beitragsgelder der Versicherten, denn die Arbeitgeber haben die Beiträge in den vergangenen Jahren ja nicht paritätisch mitfinanziert", sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung".


Wenn die Reserven jetzt über geminderte Beiträge abgeschmolzen würden, "profitieren hier in erster Linie die Arbeitgeber, die etwas zurückbekommen, was sie nie bezahlt haben". Sinnvoller wäre es nach den Worten von Buntenbach, die Reserven den Versicherten zugute kommen zu lassen: "durch die Abschaffung der ungerechten Doppelbesteuerung von Betriebsrenten sowie durch Investitionen in bessere Versorgungsstrukturen und Kassenleistungen." Dass Rücklagen in den Sozialversicherungssystemen per se abgeschmolzen werden müssen, sei "ein schlechtes Weihnachtsmärchen", fügte die Gewerkschafterin hinzu.


Spahn hatte zuvor gefordert, angesichts der wachsenden Reserven sollten die Krankenkassen im kommenden Jahr "alle Spielräume konsequent nutzen, um ihre Zusatzbeiträge zu senken". Bis Ende September sind die Rücklagen nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 21 Milliarden Euro gestiegen, nachdem es Ende Juni erstmals mehr als 20 Milliarden Euro waren.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Bürger und Politik in Saalfelden sind sich einig: Die Innenstadt braucht mehr Leben und weniger Verkehr


Der Leiter der Forensischen Psychiatrie am Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit und Mitverfasser der großen Missbrauchsstudie im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, Harald Dreßing, hat die katholische Kirche dazu aufgerufen, eine neutrale Kommission mit der Aufklärung des sexuellen Missbrauchs zu beauftragen


Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) hat die Politik aufgefordert, stärker gegen die Datenmacht von Unternehmen wie Facebook vorzugehen


Kryptowährungen können von JP Morgans Krypto-Vorstoß profitieren


Tzipi Livni verlässt die israelische Politik Das Land verliert eine ehrliche und kämpferische Politikerin, der Prinzipien wichtiger waren als schöne Worte und Allianzen


Facebook, Apple und Co wollen mit Erfindungen wie der Smartwatch unsere Gesundheit optimieren


Politik und Verbände versuchen gerade, E-Sport in gute und böse Spiele zu trennen


Im Fall Ján Kuciak gibt es Anklagen und offene Fragen Die Politik schürt Aggressionen gegen Journalisten


Das Unternehmen befasst sich in seinem "Defending Democracy"-Programm mit Angriffen auf die Politik


Eine Iran-Politik, wie sie Washington verfolgt, hat in Europa wenig Unterstützung