Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Grüne kritisieren Informationspolitik im Valsartan-Skandal.
clock-icon09.08.2018 - 14:03:23 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Nach dem globalen Rückruf von verunreinigten Chargen des Blutdrucksenkers Valsartan wächst die Kritik am öffentlichen Umgang der Bundesregierung mit dem Skandal

Bild: Grünen-Bundesdelegiertenkonferenz 2017, über dts Nachrichtenagentur Bild: Grünen-Bundesdelegiertenkonferenz 2017, über dts Nachrichtenagentur

"Es drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass das Bundesgesundheitsministerium versucht, den Skandal bewusst klein zu halten", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Kordula Schulz-Asche, der "Welt" (Freitagsausgabe). Die Arzneimittelexpertin der Grünen hatte Auskunft darüber verlangt, ob die Bundesregierung die rund 900.000 betroffenen Patienten in Deutschland mit gezielten Maßnahmen auch direkt informieren wolle.


In der Regierungsantwort, über welche die Zeitung berichtet, verweist Gesundheitsstaatssekretär Thomas Gebhart (CDU) auf eine entsprechende Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Dort seien Fragen und Antworten zu dem Fall abrufbar. Weiter heißt es in dem Schreiben: "Die Internetseite wird bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.


Ein RSS-Feed ermöglicht zudem die automatische Information über Aktualisierungen der Internetseite. Darüber hinaus hat das BfArM über Twitter entsprechende Informationen verbreitet." Auch von den Arzneimittelkommissionen der deutschen Ärzteschaft und der Apotheker, von Fachgesellschaften und Krankenkassen würden Informationen bereitgestellt.


"Den meist älteren Patienten zu empfehlen, sie sollen sich doch bei Twitter darüber informieren, wie sehr sie mit krebserregenden Stoffen verseucht wurden, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten", sagte Schulz-Asche der Zeitung. "Die Bundesregierung lässt die Patienten damit im Stich. Patientensicherheit und Vertrauen in das Gesundheitswesen sind offensichtlich nicht Leitgedanken der Bundesregierung, die das Patienteninteresse scheinbar völlig aus den Augen verloren hat." Patienten, die zum Teil über Jahre kontaminierte Mittel eingenommen hätten, müssten darüber informiert werden, welchen gesundheitlichen Gefahren sie ausgesetzt wurden, forderte Schulz-Asche weiter.


Das könnte Sie auch interessieren:

SPD-Chefin Andrea Nahles sieht weiter Chancen, eine rot-rot-grüne Bundesregierung zu bilden


Grünen-Chefin Annalena Baerbock spricht sich gegen eine schwarz-grüne Koalition nach der Landtagswahl in Bayern aus


Berlin - Auftrag der von Sahra Wagenknecht initiierten Sammlungsbewegung ist es, das Primat der Politik zurückzuerobern


Berlin - Im Skandal um den Handel mit gestohlenen Krebsmedikamenten in Brandenburg sind Pharmaka über drei belieferte Berliner Apotheken in Steglitz-Zehlendorf, Mitte und Marzahn-Hellersdorf auch an 14 Praxen in der Hauptstadt und eine Rehaklinik in Brandenburg gelangt, wie


Bonn (dpa/tmn) - Ob schwarze oder grüne Oliven: Die Farbe hat nichts mit der Sorte zu tun


Die Algen in den Seen sind zwar zum Teil zahlreich, bisher aber unbedenklich, sagt das Landesamt für Gesundheit


Die US-Wirtschaft wächst so stark wie lange nicht mehr Präsident Trump macht seine Politik dafür verantwortlich


Axel Hilpert war in der Politik gut vernetzt und wurde wegen Millionenbetrugs beim Bau des Resorts Schwielowsee verurteilt


Die argentinische Politik hat gegen die Legalisierung von Abtreibungen gestimmt


Der pro familia Landesverband Sachsen, als Fachverband für Beratung, Information und sozialpädagogische Unterstützung bei den Themen Sexualität, Partnerschaft und Familie, erstellt für den Landesaktionsplan des Freistaates Sachsen den Baustein: Sexuelle und reproduktive Gesundheit zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention