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Zahl der Hausärzte im Ruhrgebiet steigt.
clock-icon11.02.2019 - 08:59:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Während sich der Hausarztmangel in den ländlichen Regionen in NRW verschärft, ziehen die Großstädte des Ruhrgebiets diese Mediziner an: Seit dem Ende des "Sonderstatus", der dem Revier bis vor einem Jahr eine geringere Hausarztdichte vorschrieb, konnten in der Region 62 von rund 100 neu freigegebenen Hausarztsitze besetzt werden

Bild: Ruhrgebiet, über dts Nachrichtenagentur Bild: Ruhrgebiet, über dts Nachrichtenagentur

Laut Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen, über welche die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet, profitieren besonders Duisburg und Oberhausen von der Öffnung. In Duisburg wurden alle zwölf zusätzlichen Hausarztsitze besetzt, in Oberhausen waren es 7 von 7,5. Im westfälischen Teil des Reviers kamen bisher 30 Sitze dazu, 20 davon alleine in Dortmund in Hamm.


In Essen wird es erst ab Sommer 2020 zusätzliche Hausärzte geben. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden. "Die Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen zeigen: Die angestrebte Versorgungsverbesserung für die Menschen im Ruhrgebiet im Rahmen der Aufhebung des Sonderstatus wirkt.


Sie bestätigen aber auch: Die Sorge vor einem Sogeffekt bei der hausärztlichen Versorgung in die großen Ruhrgebietsstädte zu Lasten des ländlichen Umlands war nicht unbegründet", sagte Laumann der WAZ. Auch die Versorgung mit Psychotherapeuten verbessert sich im Revier, allerdings nur langsam.


80 neue Therapeuten-Zulassungen sind im Ruhrgebiet entstanden, und um die tobt ein harter Wettbewerb. Allein im nordrheinischen Teil des Ruhrgebiets stehen 50 neuen Psychotherapeuten-Zulassungen rund 280 Anträge gegenüber. Laumann setzt darauf, "dass bei der aktuellen Reform der Bedarfsplanung der Bedarf an psychotherapeutischen Behandlern noch einmal grundsätzlich überprüft wird".


Dass das Revier bis 2028 insgesamt 600 zusätzliche Hausarztsitze bekommt, liegt daran, dass der Sondergebiets-Status dieser Region Ende 2017 durch den Gemeinsamen Bundesausschuss aufgehoben wurde. In zehn Jahren wird das Zahlenverhältnis von Einwohnern je Hausarzt schrittweise an den Bundesschnitt herangeführt: von 2.134 Einwohner auf 1.671 Einwohner je Hausarzt.


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