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Polizeipräsidium Tuttlingen / Betrüger am Telefon versuchen ....
clock-icon11.07.2018 - 11:36:38 Uhr | presseportal.de

Betrüger am Telefon versuchen immer wieder älteren Menschen das ersparte Geld aus den Taschen zu ziehen - Polizei reagiert mit zentraler Ermittlungsgruppe


Polizeipräsidium Tuttlingen - "Hallo Oma, ich bin`s..." oder auch "Mein Name ist Kriminalhauptkommissar Müller " - Betrüger am Telefon versuchen immer wieder älteren Menschen das ersparte Geld aus den Taschen zu ziehen - das Polizeipräsidium Tuttlingen reagiert nun mit einer zentraler Ermittlungsgruppe.Kreativ sind sie, die Betrüger, die inzwischen auf vielfältige Art und Weise versuchen, älteren Menschen das ersparte Geld aus den Taschen zu ziehen.


Nicht selten ist danach das ganze hart ersparte Vermögen dahin. Ohne Skrupel gehen die Betrüger dabei vor. Sie setzen ihre Opfer gezielt unter Druck und zwingen sie zum Handeln.Besonders verbreitete Phänomene stellen wir Ihnen nachfolgend vor:- Zunächst gibt es den sogenannten Enkeltrick, bei dem sich der Anrufer als Verwandter oder naher Angehöriger ausgibt und einen finanziellen Engpass, z.B.


einen spontanen Wohnungskauf vortäuscht. Die überrumpelten Opfer werden durch geschickte Gesprächsführung dazu gebracht, dem "armen Verwandten" mit einer Finanzspritze auszuhelfen. Zur Geldübergabe kann der vermeintliche Verwandte dann aus diversen Gründen nicht kommen und schickt "einen Freund", den "Oma" natürlich nicht kennt.- Mindestens ebenso häufig gibt sich der Anrufer als Amtsperson, häufig als Polizeibeamter, Staatsanwalt oder Beamter vom Landeskriminalamt aus und gibt vor, das Eigentum der Opfer schützen zu wollen.


Nicht selten wird ein angeblicher Einbruch in der Nachbarschaft oder eine festgenommene Tätergruppe, die es angeblich auf das Opfer abgesehen hat, vorgetäuscht. Der falsche Amtsträger würde die Wertgegenstände des Angerufenen "sicher in Verwahrung nehmen" und verabredet sich zur Geldübergabe.- Zu dem vielfältigen Repertoire gehören auch sogenannte "Schockanrufe", bei denen der Anrufer durch ein tragisches Ereignis überrumpelt wird, zum Beispiel, dass ein naher Verwandter einen Unfall verursacht und ein Kind überfahren habe.


Für die Regulierung oder eine Operation werde nun dringend Geld gebraucht.- Auch Versprechungen von einem angeblichen Lottogewinn, für den aber erst einmal eine Anzahlung oder eine Gebühr für die Überweisung erhoben werden müssen, sind bei den Gaunern beliebt.- Neu in diesem breiten Sortiment der Lügengeschichten ist die sogenannte "MALTA-Mahnung".


Die Opfer erhalten von einem angeblichen Mitarbeiter der ortsansässigen Bank einen Anruf, in dem mitgeteilt wird, dass die Bank Abbuchungsversuche einer maltesischen Lottogesellschaft vom Konto der Geschädigten verhindert habe. Das Konto würde entsprechend überwacht und auch die Polizei sei eingeschalten worden.


Kurze Zeit später erhalten die Geschädigten tatsächliche (fingierte) Mahnschreiben dieser Lottogesellschaft. Die Täter beantragen im Anschluss mittels gefälschter E-Mailadresse das Online-Banking für die Geschädigten bei dessen Bank. Diese schickt den Antrag an das Opfer und nach Erhalt dieser Unterlagen meldet sich der angebliche Bankmitarbeiter wieder, um die Zugangsdaten abzugleichen, damit weitere Abbuchungsversuche verhindert werden können.


Somit erhalten die Täter die richtigen Bankdaten und transferieren Gelder auf ausländische Konten. Betroffen sind besonders Bankkunden im fortgeschrittenen Alter, die bislang keine Erfahrungen mit dem Online-Banking-Verfahren haben.Die Betrüger stellen sich bei all diesen "Abzocker"-Anrufen sehr geschickt an.


Durch massives Einschüchtern bauen sie Druck auf und haben nicht selten Erfolg. Der bisher auf diese Weise entstandene Schaden im Präsidiumsbereich Tuttlingen liegt für das Jahr 2018 bereits jetzt bei über einer halben Millionen Euro, Tendenz steigend.Aufgrund des bedenklichen Anstiegs dieser Delikte hat das Polizeipräsidium Tuttlingen nun bei der Kriminalpolizeidirektion Rottweil eine zentrale Ermittlungsgruppe eingerichtet, die sich speziell mit Betrugsphänomenen zum Nachteil älterer Menschen beschäftigt.


Der Ansatz der Ermittlungsgruppe ist dabei in erster Linie, die Aufklärung dieser Betrugsstraftaten. Durch eine überregionale Auswertung dieser Betrugsmaschen und umfangreiche Präventionsmaßnahmen will die Polizei dem Phänomen beikommen. Hierbei sollen alle mit eingebunden werden, die helfen, ältere Mitbürger mit den Warnhinweisen der Polizei zu erreichen - von den Angehörigen über Mitarbeiter eines Pflegedienstes und Bankangestellten bis hin zu kirchlichen Einrichtungen, Kommunen und sorgenden Nachbarn oder Bekannten.


Ihre Polizei bittet sie alle, zu sensibilisieren, aufmerksam zu sein, Veränderungen im Verhalten älterer Menschen zu bemerken und in Verdachtsfällen sofort Hilfe bei Angehörigen oder ihrer Polizeidienststelle zu suchen!Beachten Sie insbesondere folgende Handlungshinweise:1. Vertrauen Sie am Telefon nicht bedenkenlos fremden Personen.


Auch nicht, wenn diese sich als Amtsträger, entfernte Verwandte oder alte Freunde ausgeben.2. Verraten Sie am Telefon keinesfalls sensible Informationen, egal welcher Art, z.B. Kontodaten, häuslicher Bargeldbestand, oder ihre familiäre Situation.3. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.


Legen Sie lieber auf.4. Übergeben Sie nie Wertsachen und Bargeld zur Verwahrung an Personen, die Sie nicht kennen und tätigen Sie auch keine Zahlungen. Die Polizei lässt sich niemals große Summen Bargeld, Wertgegenstände oder Schmuck aushändigen!4. Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, notieren Sie sich die Telefonnummer, die auf ihrem Display erscheint.5.


Vertrauen Sie niemals der sichtbaren Telefonnummer auf dem Display Ihres Telefons. Diese Nummern können vorgetäuscht und über das Internet generiert worden sein und vermitteln so den Eindruck, ihre örtliche Polizei oder Bank ruft bei ihnen an, während sie tatsächlich mit einem Betrüger, oftmals im Ausland telefonieren.6.


Ziehen Sie im Zweifel eine Vertrauensperson oder Ihre Polizei ins Vertrauen. Die Polizei erreichen Sie jederzeit unter 110 - lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig!Weitere Informationen erhalten Sie bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle, den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Tuttlingen, Villingen, Rottweil, Freudenstadt und Balingen oder auch im Internet unter https://praevention.polizei-bw.de/ (dort auch zu anderen Themen).Sarah König, Pressestelle Polizeipräsidium TuttlingenOTS: Polizeipräsidium Tuttlingen newsroom: http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/110978 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/dienststelle_110978.rss2Rückfragen bitte an:Polizeipräsidium Tuttlingen Pressestelle Telefon: 07461 941-111 E-Mail: tuttlingen.pp.stab.oe@polizei.bwl.de http://www.polizei-bw.de/- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/blaulicht/bilder -- Querverweis: Ergänzende Informationen sind abrufbar unter http://www.presseportal.de/blaulicht/dokumente -

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