Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Zahl der Straftaten auf niedrigstem Stand seit 1992.
clock-icon08.05.2018 - 10:26:39 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat am Dienstag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU), die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2017 vorgestellt: "Die Zahl der in Deutschland verübten Straftaten ist mit etwa 5,76 Millionen Fällen die niedrigste seit 1992", sagte der Bundesinnenminister in Berlin

Bild: Einbrecher, iStockphoto.com / sculpies Bild: Einbrecher, iStockphoto.com / sculpies

"Noch deutlicher zeigt sich die sinkende Kriminalität bei Betrachtung im Verhältnis zur Bevölkerungszahl: Die Häufigkeit von unter 7.000 Fällen pro 100.000 Einwohner wurde sogar im 30-jährigen Vergleich nie erreicht." Insgesamt hat die Polizei 2017 laut PKS rund 5,762 Millionen Straftaten festgestellt.


Ohne Berücksichtigung der rein ausländerrechtlichen Verstöße wurden rund 5,582 Millionen Straftaten erfasst, ein Rückgang um 5,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Aufklärungsquote hat mit einem Wert von 55,7 Prozent den höchsten Stand seit Einführung dieser Angaben im Berichtsjahr 2005 erreicht.


Je nach Kriminalitätsbereich gibt es aber große Unterschiede, so das Bundesinnenministerium. Beim Wohnungseinbruchdiebstahl ist sie trotz einer weiteren Steigerung von 16,9 Prozent auf 17,8 Prozent weiterhin gering, bei Tötungsdelikten liegt sie hingegen bei 95,6 Prozent. Die Zahl der Tatverdächtigen liegt mit rund 1,975 Millionen geringfügig über der des Vorjahres.


Die Mehrheit der Tatverdächtigen ist männlich (75,6 Prozent), und die Mehrheit wird nur mit einer Straftat im Jahr polizeilich erfasst (73 Prozent). Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen beträgt wie im Vorjahr etwa 30 Prozent: Die Zahl ist 2017 auf 599.357 gesunken (2016: 616.230). Davon sind laut Bundesinnenministerium 27,9 Prozent Zuwanderer, dies entspricht einem Gesamtanteil von 8,5 Prozent (2016: 8,6 Prozent) an allen Tatverdächtigen.


Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist im vergangenen Jahr nach Anstiegen in den letzten vier Jahren erstmals wieder zurückgegangen: Insgesamt wurden 39.505 Straftaten (- 4,9 Prozent) und 3.754 Gewalttaten (- 12,9 Prozent) registriert. "Trotz des Rückgangs der politischen motivierten Straftaten gibt es keinen Grund zur Entwarnung", sagte der Bundesinnenminister.


"Der Rechtsstaat muss und wird sich auch weiterhin mit allen Mitteln gegen jede Form von Extremismus und Terrorismus zur Wehr setzen." Antisemitische Straftaten sind 2017 um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen (2017: 1.504; 2016: 1.468). Der weit überwiegende Teil dieser Straftaten ist nach wie vor dem rechten Spektrum zuzuordnen (94 Prozent).dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Berlin - Es ist eine alte Tatsache, dass im Vergleich zum Westen in Ostdeutschland weniger Betriebe tarifgebunden sind und die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder unter den Beschäftigten erheblich geringer ist


Fahrzeugführerin stand deutlich unter Alkoholeinfluss


Wiesbaden - Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen im Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf 31,1 Millionen


Im Jahr 2017 ist die Zahl der Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen gestiegen


Immer mehr Migranten wehren sich gegen ihre Abschiebung Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Zahl mehr als verdreifacht


Immer mehr Empfänger von Kindergeld leben im Ausland, ihre Zahl stieg um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr


Nach einer Information der Bundesregierung rechnet diese mit einem stetigen Anstieg der Zahl medizinischer Behandlungszentren zur Behandlung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB)


Der Aktienkurs der E ON AG (EOAN DE) stand die letzten Tage deutlich im Zeichen der Konsolidierung


Ein Zehnjahrestief kann Wien bezüglich der Zahl der erstatteten Anzeigen im ersten Halbjahr 2018 vorweisen


Die deutsche Finanzaufsicht BaFin bereitet sich auf eine wachsende Zahl von Schieflagen von Kreditinstituten vor