Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
BKA-Präsident verteidigt Staatstrojaner gegen Kritik.
clock-icon07.08.2018 - 12:15:28 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, hat die Notwendigkeit bekräftigt, mittels einer speziellen Software ("Staatstrojaner") auf die Kommunikation bei Whatsapp und anderen Messenger-Diensten zuzugreifen

Bild: Ein Pärchen wartet am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur Bild: Ein Pärchen wartet am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

"Wir leben im Zeitalter verschlüsselter Kommunikation. Bei besonders schweren Straftaten muss es im Einzelfall und auf Grundlage einer richterlichen Anordnung möglich sein, diese zu überwachen", sagte Münch dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Hierfür müsse man vor oder nach der Verschlüsselung auf die Daten zugreifen.


"Dafür haben wir eine entsprechende Software selbst entwickelt", sagte Münch. "Dadurch wissen wir, dass die Software nur das kann beziehungsweise macht, was sie darf." Denn eins sei klar, so der BKA-Chef: "Solche Instrumente müssen höchste Sicherheitsstandards erfüllen, damit deren Ergebnisse vor Gericht als Beweismittel zugelassen werden." Der Bundesrat hatte im vergangenen Jahr den Weg für die Überwachung von Kommunikation über Messenger-Dienste wie Whatsapp freigemacht.


Seitdem darf nun auch die Polizei Nachrichten über solche Dienste mitlesen, die zwischen den Geräten verschlüsselt übermittelt werden ("Quellen-TKÜ" oder Quellen-Telekommunikationsüberwachung). Die Sicherheitsbehörden hoffen, auf diese Weise etliche Straftaten wie Mord, Raub, Betrug oder Geldwäsche aufklären zu können.


Der Datenschutz-Verein Digitalcourage wollte an diesem Dienstag in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde gegen den Einsatz der Staatstrojaner einreichen. Der Verein kritisiert, der Staat halte absichtlich Sicherheitslücken für die Ermittler offen und verletze das Grundrecht auf Vertraulichkeit der Informationstechnik.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Vor zehn Jahren trat Barack Obama sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten an


US-Präsident Trump hat für Samstag eine wichtige Verlautbarung angekündigt


Nach scharfer Kritik des Rechnungshofes an der Deutschen Bahn rechnet nun auch einer ihrer Aufseher mit dem Konzern ab


US-Präsident Donald Trump will sich ein zweites Mal mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un treffen


Michael Müller und Raed Saleh üben scharfe Kritik an Sigrid Nikutta - Ramona Pop schießt zurück


Die Ära von Hubert Nagel als Austria-Lustenau-Präsident zu Ende


Der US-Präsident hat eine „bedeutende“ Stellungnahme zum Mauerbau und zum Regierungsstillstand angekündigt


Bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hat US-Präsident Donald Trump viel versprochen


Wer beerbt Bernd Hoffmann als HSV-Präsident? Die Mitglieder haben die Wahl


Angeführt von Präsident Hubert Nagel trat am Freitagabend die gesamte Führungsetage des Zweitligisten ab