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Reisebranche verlangt finanziellen Ausgleich für Flugchaos.
clock-icon20.07.2018 - 20:28:25 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die deutsche Reisebranche fordert wegen der vielen Flugausfälle und Verspätungen während der Urlaubszeit von Fluggesellschaften einen Ausgleich

Bild: Ein Pärchen wartet am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur Bild: Ein Pärchen wartet am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

"Stornierungen von Flügen und Umbuchungen haben in diesem Jahr ein Ausmaß erreicht, wie wir es in der Reisebranche noch nicht kannten", sagte Norbert Fiebig, der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ-Samstagsausgabe). "Die Fluggesellschaften sind jetzt aufgefordert, auch mit Reisebüros und Reiseveranstaltern zu Lösungen zu kommen, um den entstanden, erheblichen Mehraufwand auszugleichen." "Ein Reisebüro macht sich nicht beim Kunden beliebt, wenn es eine Reise vermittelt, auf der etwas schief geht", sagte Fiebig.


In Verkaufsstellen sind wütende Urlauber aufgelaufen. Mitarbeiter versuchten zu beruhigen, teilten Buchungsänderungen mit. Diesen nicht durch sie verursachten Mehraufwand haben die Verkaufsstellen nicht vergütet bekommen. "Es ist für alle Beteiligten höchst unerfreulich, wenn ein Glied in der Kette seine Leistungen nicht wie angekündigt liefert.


Einzelne Fluggesellschaften sind von ihren Qualitätsversprechen weit abgekommen", sagte Fiebig. Ein Gespräch zwischen dem Verband und der Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings, die besonders durch Verspätungen und Streichungen ausgefallen war, hat es schon gegeben. Der DRV-Präsident kritisierte auch Pläne von Fluggesellschaften, die mit ehemals von Air Berlin eingesetzten Flugzeugen kalkulierten, für die behördliche Freigaben fehlten.


"Im Nachhinein gesehen wäre es vielleicht besser gewesen, wenn mancher Flug, der ausgefallen ist, gar nicht erst angeboten worden wäre", sagte Fiebig. Allerdings hätte das auch nicht nur Vorteile gehabt. "Die Kehrseite haben wir im Winter erlebt. Es waren viel weniger Flüge im Angebot, die Ticketpreise lagen deutlich höher."dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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