Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Expertin: Vermurkste Energiewende lässt Strompreise steigen.
clock-icon02.04.2019 - 05:01:45 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die immer weiter steigenden Strompreise sind nach Auffassung von Energieexpertin Claudia Kemfert auf politische Fehler zurückzuführen

Bild: Heizkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur Bild: Heizkraftwerk, über dts Nachrichtenagentur

Der Stromkunde zahle "für die vermurkste Energiewende und das Versäumnis, den Kohleausstieg eingeleitet zu haben", sagte Kemfert der "Passauer Neuen Presse" (Dienstagsausgabe). Der Strom sei in erster Linie teuer, weil man die Energiewende nur halbherzig umsetze und nicht rechtzeitig aus der Kohle aussteige, sagte die Energieökonomin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin.


So würden zwei Systeme parallel gefahren: "Der hohe Kohleanteil führt zu Stromangebotsüberschüssen. Die Netzkosten steigen aufgrund von Netzengpässen und hohen Renditen für die Netzbetreiber. Außerdem zahlt der Stromkunde noch `Abwrackprämien` für alte Kohlekraftwerke, die sowieso vom Netz gehen würden." Die Deckelung des Ausbaus der erneuerbaren Energien sei zum jetzigen Zeitpunkt "unsinnig", so Kemfert weiter, da die erneuerbaren Energien immer billiger würden und die Kosten für Stromverbraucher immer geringer.


Die Stromkonzerne nutzten laut Kemfert die Gunst der Stunde, um unverhältnismäßige Preissteigerungen durchzusetzen. "Der Staat hat hier wenig Handhabe durchzugreifen, da er Mitverschulder ist durch die Festlegung üppiger Netztarife, Kohleabwrackprämien und Haftungsumlagen." Auf die Frage, wie die Klimaziele der Bundesregierung noch annähernd erreicht werden könnten, sagte Kemfert: "Nur durch einen schnellen Kohleausstieg und eine nachhaltige Verkehrswende.


Das könnte Sie auch interessieren:

In den für die Energiewende zuständigen Abteilungen des Bundeswirtschaftsministeriums sind Dutzende Planstellen nicht besetzt


Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un will noch im April nach Russland reisen, um sich dort mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen


Berlin, Frankfurt am Main - Durchgängig digital gründen mit regionalem Netzwerk - das zeichnet die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der KfW initiierte Gründerplattform aus


Das Bundeswirtschaftsministerium mahnt größere Anstrengungen bei der Umsetzung der Energiewende an