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Krings: Türkei sollte Äußerungen des Innenministers richtigstellen.
clock-icon07.03.2019 - 01:01:43 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Innenstaatssekretär Günter Krings (CDU) hat die türkische Regierung vor missverständlichen Aussagen gegenüber Touristen aus Deutschland gewarnt

Bild: Istanbul, über dts Nachrichtenagentur Bild: Istanbul, über dts Nachrichtenagentur

"Die Türkei ist gut beraten, die Äußerungen ihres Innenministers in der Sache rasch richtig zu stellen. Sie würden ansonsten natürlich erhebliche Auswirkungen auf den europäischen Tourismus in die Türkei haben und wären ein erneuter Beleg dafür, wie weit sich die Türkei von Europa entfernt hat", sagte Krings den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).


Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu gesagt, wer "draußen Verrat" begehe und an Veranstaltungen der Terrororganisation teilnehme, werde bei der Einreise festgenommen. Gemeint sind mit Unterstützer der in der Europäischen Union und der Türkei als Terrororganisation eingestuften kurdischen Arbeiterpartei PKK.


Ankara hat Berichte, wonach Deutsche bei der Einreise in die Türkei gefährdet seien, dagegen als "haltlos" zurückgewiesen. Entsprechende Aussagen von Innenminister Soylu seien "eindeutig aus dem Zusammenhang gerissen und verzerrt", teilte das türkische Außenministerium am Dienstagabend mit.


Touristen aus Deutschland und allen anderen Ländern seien in der Türkei nach wie vor willkommen. Die Kurdische Gemeinde Deutschland appellierte an die deutsche Touristikbranche, "den Urlaubtourismus in die Türkei zu stoppen". Das stabilisiere nur das "Regime" des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, sagte Mehmet Tanriverdi, Vorstand der Kurdischen Gemeinde Deutschland, den Funke-Zeitungen.


"Erdogan braucht das Geld aus Deutschland." Zugleich warnte Tanriverdi vor einer weiteren Verfolgung von politischen Gegnern durch die Regierung von Präsident Erdogan. "Wer als kurdischer Oppositioneller aus Deutschland in die Türkei einreist, wird oft verfolgt." Erdogan-Gegner seien eingeschüchtert und "daher schon weniger aktiv in sozialen Medien - auch hier in Deutschland".


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