Der ehemalige Präsident der Deutschen Fußball-Liga, Wolfgang Holzhäuser, hält das aktuelle Aussetzen des Spielbetriebs des Fußballs in Deutschland für nicht existenzbedrohend.

Für Holzhäuser, der viele Jahre Geschäftsführer von Bayer Leverkusen war, bleiben die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Fußball beherrschbar. Der Montagsausgabe der „Rheinischen Post“ sagte er, dass die sogenannte „Kirch-Krise“ für die Bundesliga bedrohlicher war.

Der ehemalige Fußballmanager meinte, dass der Fernsehsender Sky und Sponsoren darauf vertrauen können, dass die Liga ausgefallene Spiele nachholt. Dies sei im Jahr 2002 anders gewesen. Beim Zusammenbruch des Kirch-Imperiums beklagten die deutschen Profivereine hohe Einnahmeausfälle. Holzhäuser bezifferte sie auf eine dreifache Millionenhöhe, die aus der Vermarktung von Fernsehrechten ausfielen. Er glaubt, dass der wirtschaftliche Verlust diesmal begrenzt bleibt. Der wirtschaftliche Verlust beschränke sich auf fehlende Zuschauereinnahmen. Der Ex-Liga-Chef rechnete vor, dass der Schaden aus der Corona-Pandemie für die Bundesliga vergleichsweise gering ausfällt. So würden die Einnahmen aus den Eintrittskarten in der höchsten deutschen Spielklasse nur 13 % ausmachen. Auch für die 2. Bundesliga haben fehlende Ticketverkäufe längst keine bedrohliche Wirkung. Nur 16 % der Einnahmen kommen aus den Eintrittsgeldern der Fans, rechnete Wolfgang Holzhäuser vor.

Redaktion poppress.de, berufstouri