Die Ansiedlung der „Gigafactory“ von Tesla in Brandenburg soll zum Ausgangspunkt eines industriellen Zentrums zur Entwicklung der Elektromobilität werden.

Die Landesregierung beurteilt die Ansiedlung der Gigafactory als europäischem Entwicklungs- und Produktionszentrum von Tesla, weiterhin als wirtschaftspolitischen Meilenstein. Es gibt im Gefolge der Pläne von Tesla bereits eine Reihe von Anfragen aus dem Umfeld der E-Mobility, so der Brandenburgische Wirtschaftsminister, Jörg Steinbach, gegenüber dem „Handelsblatt“. Grünheide wird nicht nur zum Zentrum der Elektromobilität in Deutschland, sondern zu einem europäischen Standort mit Ausstrahlung. Der SPD-Landespolitiker verwies auf Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind und auf Zulieferer, die den räumlichen Anschluss an die Gigafabrik suchen.
Für die Region und das Bundesland Brandenburg ist die Tesla-Ansiedlung ein entscheidender Faktor in der Zukunftsentwicklung des Industriestandorts. Schon in der ersten Ausbauphase, wird es sich bei der Tesla-Fabrik um die bedeutendste Strukturmaßnahme seit der Wiedervereinigung sein. Steinbach erwartet einen Beschäftigungsschub. In enger Zusammenarbeit mit Tesla ist derzeit eine Initiative zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Planung. Es betrifft vor allem hochqualifiziertes technisches Personal bis hin zu Facharbeitern. In diesem Beschäftigungssegment besteht ein hoher Konkurrenzdruck, so der Wirtschaftsminister, der aber trotzdem optimistisch ist, bezüglich der Attraktivität Brandenburgs. Wir werden auch gezielt auf die Universitäten und Technischen Hochschulen zugehen. Wir haben hier in der Umgebung Bildungseinrichtungen von höchstem Niveau und internationaler Reputation.
Zudem werde Tesla, zumindest in der Anfangsphase, Fachpersonal von den amerikanischen und asiatischen Entwicklungs- und Fertigungszentren in den USA und China mitbringen. Steinbach sieht dabei ein großes Potential im Strukturwandel der Automobilindustrie vor allem im Südwesten der Republik. Das Fachpersonal, das dort aufgrund der Strukturkrise abgebaut wird, findet hier in Brandenburg eine neue Perspektive. Es geht dabei nicht nur darum eine materielle Perspektive zu finden, sondern auch um die Möglichkeit beim Beginn eines neuen Zeitalters der Mobilität dabei zu sein und dies mitzugestalten. Ein weiteres Arbeitspotential sieht der Minister auch im polnischen Nachbarland. Die Gigafactory liegt ziemlich genau auf der Hälfte der Strecke zwischen Berlin und der polnischen Grenze. Es wird also ein sehr buntes Miteinander hier entstehen, freut sich der Wirtschaftsminister.

Redaktion poppress.de, NeoMatrix