Der Trend in der Fleischproduktion in der Bundesrepublik geht zu Geflügel.

In deutschen Schlachtbetrieben wurde im vergangenen Jahr nahezu 8 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, bedeutet dies einen leichten Rückgang der Gesamtmenge um 1,4 Prozent. Diese Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt am heutigen Mittwoch.
Trotz der stagnierenden Gesamtmenge, gab es eine deutliche Verschiebung innerhalb der Fleischproduktion. Während die Produktion von inländischem Schweinefleisch zurückging, erhöhte sich die Menge von Rind- und Geflügelfleisch. Das statistische Bundesamt registrierte insgesamt eine Anzahl von 59,7 Millionen Schlachtungen. Dabei wird die Fleischproduktion weiterhin eindeutig vom Schweinefleisch dominiert. Von den 59,7 Millionen Tieren, waren 55,1 Millionen Schweine. Dies bedeutet einen Rückgang der Anzahl der geschlachteten Schweine um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ist auch auf dem Hauptsektor der deutschen Fleischproduktion eine Veränderung wahrnehmbar. Die Anzahl inländischer Schweine in den Schlachthöfen sank um 3,4 Prozent auf 51,8 Millionen. Dagegen stieg die Anzahl von importierten Tieren, die in deutschen Schlachthöfen verarbeitet wurden um 2,7 Prozent, oder 3,3 Millionen in absoluten Zahlen. Damit fiel die Produktionsmenge gegenüber 2018 insgesamt um 2,6 Prozent auf aktuell 5,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch. Auch die absolute Anzahl von Rindern sank auf jetzt 3,5 Millionen, oder um 0,8 Prozent. Diese Verminderung der Anzahl wurde durch eine Steigerung des Schlachtgewichts aufgefangen, so dass die produzierte Menge auf 1,1 Millionen Tonnen anstieg. Bei Geflügelfleisch zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Die Gesamtmenge erhöhte sich um 0,8 Prozent auf insgesamt 1,6 Millionen Tonnen. Die Wachstumssektoren bei Geflügelfleisch waren dabei die Produktion von Jungmasthühnern und Puten. Über einen längeren Zeitraum beobachtet zeigt sich bei Geflügelfleisch ein deutlicher Aufwärtstrend. Zwischen 2009 und 2019 steigerte sich die Gesamtmenge um 22 Prozent. Dagegen stagnierte die Produktion von Schweine- und Rindfleisch in diesem Zeitraum, so die Zahlen des statistischen Bundesamtes.

Redaktion poppress.de, NeoMatrix