Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur initiierte Games-Förderprogramm wird von Branchenvertretern kritisiert.

Nach offener Kritik von Vertretern der Computerspielbranche am Förderprogramm des Bundes, hat die Digitalstaatsministerin, Dorothee Bär (CSU), die Vorwürfe zurückgewiesen. Gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online, betonte die CSU-Politikerin das Engagement des zuständigen Ministeriums. Verkehrsminister Scheuer (CSU) steht hinter dem 50 Millionen-Programm und versucht, dieses auch rasch umzusetzen, so Bär. Allerdings gäbe es erhebliche Hindernisse, die nur zum Teil im Einflussbereich des Ministeriums lägen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur versucht die Fördermittel zeitnah zu vergeben. Dazu werden die antragstellenden Unternehmen umfangreich beraten. Bei einem Bundesprogramm liegen die Hürden für eine Mittelbewilligung hoch, räumte die Digitalministerin ein. Es ist ein entsprechendes verwaltungstechnisches Verfahren einzuhalten, dass für viele Antragsteller etwas völlig Neues darstelle. Zur Einhaltung eines gewissen Qualitätsniveaus, sei dies aber unumgänglich, versicherte die Staatsministerin, und dies sei schließlich auch im Interesse der antragstellenden Unternehmen. Die Game-Branche hat vielleicht andere Vorstellungen, was Inhalte und Bewilligungszeiten betreffe, aber das Ministerium tue sein Möglichstes. Die Ministerin verwies auf die teilweise mangelhafte Vorbereitung der Antragsteller und die fehlende Qualität der Projektkonzepte. Das liegt zum Teil an Anfängerfehlern der Antragsteller, welche aber eine erhebliche Auswirkung auf den Prüfungsaufwand haben.
Unternehmen der Game-Branche konnten sich von Juni bis August 2019 um Fördergelder bis zu 200.000 Euro pro Projekt bewerben. Das Gesamtvolumen des Game-Programmes liegt bei 50 Millionen Euro. Projektiert war ein Entscheidungszeitraum von drei bis maximal sechs Monaten. Derzeit werden aber nur 21 Projekte gefördert, während für 148 Antragsteller noch kein endgültiger Bescheid ergangen ist. Wir sind dabei unsere personellen Mittel im Ministerium aufzustocken und versuchen die Verfahren abzukürzen, kündigte Staatsministerin Bär gegenüber dem Nachrichtenportal T-Online an.

Redaktion poppress.de, NeoMatrix