Nationale Wirtschaft erwartet trotz Vereinfachungen keine positive Entwicklung bei der Gewinnung von qualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten.

Auch wenn das Einwanderungsgesetz für Fachkräfte aufgrund des Schwundes von bisher existierenden rechtlichen Hürden neue Chancen resultieren ließe, den Zuwachs von externen Fachkräften langfristig zu verbessern, dürfe man keine spürbaren Erfolge binnen weniger Wochen oder gar einen phänomenalen Durchbruch erwarten. Dies ließ Achim Dercks, der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ in dessen aktueller Montagsausgabe verlauten. Vielmehr müssten gegenwärtig die nötigen Fortschritte bezüglich der Einwanderung von Fachkräften nach und nach erarbeitet werden. Dies gelinge um so besser, je mehr Politik, Verwaltung und Wirtschaft mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen im Austausch stünden.

Ergebnis könne dann eine Reduktion von Schwächen sein. Denn bisher sei der Fachkräftemangel in Deutschland weiterhin eine Bremse des Wachstums, so Dercks. Dies zeige auch eine Themen bezogene Konjunktur-Umfrage, die besage, dass 55% der Unternehmen im Fehlen von Fachkräften ein Geschäftsrisiko sehen würden. Genau deshalb sei es ein wichtiges Signal, dass eben diese Betriebe jetzt bei der Gewinnung von potentiellen Beschäftigten aus nicht EU-Staaten weniger Schwierigkeiten auf der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten aus diesen Ländern haben und dies eine Ergänzung zur Qualifizierung deutscher Arbeitskräfte darstellt. Des Weiteren hoffen die Unternehmen laut dieser Umfrage nach der Lockerung des Gesetzes nicht nur auf eine Erleichterung, parallel auch auf eine Beschleunigung in Hinsicht des Zuzugs von Fachkräften aus dem Ausland. Beinahe jedes 3. Unternehmen empfand die Einstellung von Fachkräften aus Staaten außerhalb der EU bis dato als zu aufwendig.

Redaktion poppress.de, Leo Stereo