Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Britische Handelskammer warnt vor Brexit-Fristverlängerung.
clock-icon11.09.2019 - 00:02:36 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Die Britische Handelskammer in Deutschland (BCCG) warnt vor einer grundsätzlichen Fristverlängerung für den Brexit

Bild: Fahnen von EU und Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur Bild: Fahnen von EU und Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur

"Je länger die aktuelle Phase der Unsicherheit andauert, desto schlimmer wird es", sagte BCCG-Präsident Michael Schmidt der "Welt" (Mittwochsausgabe). Eine Fristverlängerung mache nur dann Sinn, wenn die wirtschaftlichen Folgen durch einen Aufschub auch wirklich abgemildert werden können. Schmidt nannte in dem Zusammenhang das Thema "Backstop", also eine Regelung für die Grenze zwischen Irland und Nordirland.


"Dafür würde es sich lohnen, weitere Zeit zu investieren. Ohne Aussicht auf Verhandlungserfolge dagegen macht eine erneute Aufschiebung keinen Sinn." Schmidt plädiert stattdessen für ein schnelles zweites Referendum - noch bevor es Neuwahlen gibt in Großbritannien. "Bei Neuwahlen geht es letztlich um das Amt des Premierministers und damit um den Kurs des Landes in jeglicher Hinsicht, nicht nur was den Brexit betrifft.


Eine solche Wahl würde aktuell aber komplett dominiert vom Thema EU-Austritt", sagte Schmidt. Mit einem Referendum aber lasse sich das Thema Brexit vor einem späteren Wahlkampf abräumen. Dass es dann im Anschluss Neuwahlen geben muss, liege auf der Hand. "Immerhin hat die Regierung ihre Parlamentsmehrheit verloren." Es liege nun an der Politik, wie lange sich das Thema noch zieht - und damit auch, welche wirtschaftlichen Auswirkungen noch folgen.


"Eins ist klar: Ein Brexit verursacht entweder großen Schaden oder sehr großen Schaden", sagte Schmidt, der viele Jahre Europa-Chef von BP war. Er rechne daher fest mit einer ganzen Reihe von Insolvenzen auf beiden Seiten. Den Unternehmen in Großbritannien gibt der Kammer-Präsident dabei eine Mitschuld.


"Die Firmen hätten ihre Belegschaft gezielt informieren müssen, was der Brexit für jeden einzelnen Mitarbeiter bedeutet - in Bezug auf Arbeitsplätze, in Bezug auf die Konjunktur und damit den eigenen Wohlstand, in Bezug auf Löhne, die jetzt durch den Währungsverfall massiv abgewertet sind." Man habe sich damals zurückgehalten, weil man es sich mit keiner der beiden politischen Richtungen verscherzen wollte.


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Vorstandsvorsitzende der Royal Mail, Rico Back, sieht im Fall eines harten Brexits erhebliche Nachteile auf die britische Post zukommen


Der Handelskonflikt mit den USA und der Brexit belasten die deutsche Wirtschaft so sehr, dass sie in diesem Jahr nur noch um 0,5 Prozent wachsen könnte


Annahme von HUAWEI CLOUD nimmt enorm zu, denn Unternehmen wollen eine neue Klasse von vernetzten und intelligenten Anwendungen nutzen Shanghai - HUAWEI CLOUD hat für 2019 eine Reihe strategischer Investitionen bekanntgegeben, um seine globale Präsenz auszuweiten und die wachsende


Der von der Bundesregierung geplante CO2-Preis für die Sektoren Gebäude und Verkehr ist nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unzureichend