Verbraucherschützer und Lehrergewerkschaft sprechen sich für ein generelles Werbeverbot an Schulen aus

Der Verband Bildung und Erziehung und der Bundesverband der Verbraucherzentralen wollen nicht nur direkte Werbung an Schulen grundsätzlich untersagen, sondern auch kommerzielles Sponsoring. Eine Studie, die von den beiden Verbänden in Auftrag gegeben wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Aktivitäten von Unternehmen im Schulumfeld deutlich zugenommen haben und eine Grauzone kommerziellen Sponsorings entstanden ist. Derzeit ist es den Lehrern überwiegend selbst überlassen, ob sie ein mit Werbung verbundenes Angebot für ihre Schule akzeptieren. Sie sind dabei angehalten, eine Abwägung zwischen dem pädagogischen Vorteil und dem Werbeeffekt vorzunehmen. Die gemeinsame Studie, welche in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ in Ausschnitten veröffentlicht wurde, hält diesen Zustand für nicht hinnehmbar. Weil es den Schulen selbst überlassen wurde, was sie bereit waren zu akzeptieren, ist es zu einem kaum mehr überschaubaren kommerziellen Angebot an Schulen gekommen, kritisieren die Autoren der Studie. Die Kultusminister haben jeden Einblick in das Alltagsgeschehen an den Schulen verloren und die Lehrerkollegien fühlen sich überfordert und allein gelassen, betont Vera Fricke, Vertreterin des Verbands der Verbraucherzentralen. Die einzig verbleibende Strategie sehen die Verbände in einer bundeseinheitlichen Regelung. Die Schule ist ein Lernort, der ein komplexes Bildungsziel verfolgt. Dies ist nicht mit einer Ausrichtung an Wirtschaftsinteressen vereinbar, warnen die Autoren in der „Zeit“. Die Kultusministerkonferenz (KMK) müsse als zuständige staatliche Institution ein bundesweit einheitliches Konzept entwickeln und umsetzen. Die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, reagierte auf die Ergebnisse der Studie mit einer Bereitschaft die Kommerzialisierung des Schulraums auf die Agenda der Konferenz zu setzen und eine Diskussion anzustoßen. Allerdings sieht die rheinland-pfälzische Kultusministerin aktuell keinen Entscheidungs- und Handlungsbedarf. Wir besitzen bereits ein gut funktionierendes Korrektiv an deutschen Schulen. Wir sind mit dem Lehrerverband und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen darin einig, dass kommerzielle Werbung an Schulen nichts zu suchen hat. Für das Sponsoring von Veranstaltungen oder Ausstattungen gibt es ebenfalls bereits sehr eng gefasste Regelungen, betont die Kultusministerin. Gegenüber der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ plädierte Hubig für eine Kultur der Transparenz und Sensibilität. Es ist für den Schulalltag wichtiger, dass die Lehrkräfte eine Routine im Umgang mit indirekten Werbeangeboten entwickeln und diese einschätzen können, als dass wir von oben entscheiden und alles exakt gesetzlich regeln.

Der Verband Bildung und Erziehung und der Bundesverband der Verbraucherzentralen wollen nicht nur direkte Werbung an Schulen grundsätzlich untersagen, sondern auch kommerzielles Sponsoring. Eine Studie, die von den beiden Verbänden in Auftrag gegeben wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Aktivitäten von Unternehmen im Schulumfeld deutlich zugenommen haben und eine Grauzone kommerziellen Sponsorings entstanden ist. Derzeit ist es den Lehrern überwiegend selbst überlassen, ob sie ein mit Werbung verbundenes Angebot für ihre Schule akzeptieren. Sie sind dabei angehalten, eine Abwägung zwischen dem pädagogischen Vorteil und dem Werbeeffekt vorzunehmen. Die gemeinsame Studie, welche in der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ in Ausschnitten veröffentlicht wurde, hält diesen Zustand für nicht hinnehmbar. Weil es den Schulen selbst überlassen wurde, was sie bereit waren zu akzeptieren, ist es zu einem kaum mehr überschaubaren kommerziellen Angebot an Schulen gekommen, kritisieren die Autoren der Studie. Die Kultusminister haben jeden Einblick in das Alltagsgeschehen an den Schulen verloren und die Lehrerkollegien fühlen sich überfordert und allein gelassen, betont Vera Fricke, Vertreterin des Verbands der Verbraucherzentralen. Die einzig verbleibende Strategie sehen die Verbände in einer bundeseinheitlichen Regelung. Die Schule ist ein Lernort, der ein komplexes Bildungsziel verfolgt. Dies ist nicht mit einer Ausrichtung an Wirtschaftsinteressen vereinbar, warnen die Autoren in der „Zeit“. Die Kultusministerkonferenz (KMK) müsse als zuständige staatliche Institution ein bundesweit einheitliches Konzept entwickeln und umsetzen. Die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, reagierte auf die Ergebnisse der Studie mit einer Bereitschaft die Kommerzialisierung des Schulraums auf die Agenda der Konferenz zu setzen und eine Diskussion anzustoßen. Allerdings sieht die rheinland-pfälzische Kultusministerin aktuell keinen Entscheidungs- und Handlungsbedarf. Wir besitzen bereits ein gut funktionierendes Korrektiv an deutschen Schulen. Wir sind mit dem Lehrerverband und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen darin einig, dass kommerzielle Werbung an Schulen nichts zu suchen hat. Für das Sponsoring von Veranstaltungen oder Ausstattungen gibt es ebenfalls bereits sehr eng gefasste Regelungen, betont die Kultusministerin. Gegenüber der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ plädierte Hubig für eine Kultur der Transparenz und Sensibilität. Es ist für den Schulalltag wichtiger, dass die Lehrkräfte eine Routine im Umgang mit indirekten Werbeangeboten entwickeln und diese einschätzen können, als dass wir von oben entscheiden und alles exakt gesetzlich regeln.

Redaktion poppress.de, NeoMatrix