Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hält eine flächendeckende Schließung von Kitas und Schulen angesichts der Corona-Pandemie für nicht angemessen.

Die Situation ist regional sehr unterschiedlich. Deshalb plädiere ich für eine Einzelfallprüfung, betont Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen gegenüber der „Bild“-Redaktion. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine derartig radikale Maßnahme nicht sinnvoll, aber wir bleiben auf Bundes- und Landesebene in einer konstanten Kommunikation mit den zuständigen Stellen. Im Notfall können wir sofort reagieren. Wir müssen uns aber auch fragen, was passiert, wenn wir alle Kitas, Schulen und anderen öffentlichen Bildungseinrichtungen mit sofortiger Wirkung schließen. Wenn die Eltern berufstätig sind, bedeutet dies, dass die Kinder höchst wahrscheinlich bei den Großeltern zur weiteren Betreuung landen. Damit würde die am stärksten gefährdete Risikogruppe einer potentiellen Infektion ausgesetzt. Wer jetzt die generelle Schließung propagiert, soll auch einen Plan vorlegen, wie wir diese Situation handhaben können. Die Kinder einfach zu der Risikogruppe Nummer eins abzugeben, halte ich nicht für zielführend.

Redaktion poppress.de, NeoMatrix