Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek von der CDU fordert eine internationale, gemeinschaftliche Anstrengung, um einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln.

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schreibt Karliczek am heutigen Sonntag (22. März 2020) in einem Gastbeitrag, dass es nationale Alleingänge bei der Impfstoffentwicklung nicht geben könne. Kein Land der Welt hätte die Ressourcen, um eine Pandemie alleine zu bekämpfen. Das funktioniere nur miteinander, so die Ministerin. Sie wies der CEPI (internationale Impfstoff-Allianz) eine wichtige Rolle bei der gemeinsamen Anstrengung zu. Da die Forscher alle nötigen finanziellen Mittel für die Impfstoffentwicklung erhalten müssten, werde sich Deutschland kurzfristig mit 140 Millionen Euro an der CEPI-Förderung beteiligen. Diese Gelder stelle der Haushalt ihres Ministeriums bereit, so Karliczek. Sie werde sich persönlich für eine Aufstockung der Mittel einsetzen, sobald ein entsprechender Bedarf erkennbar sei. Auch an die Zeit nach der Pandemie denkt die Bundesministerin. Wenn das Virus schließlich zurückgedrängt sei, sollten sich nach ihrer Auffassung die europäische und internationale Staatengemeinschaft sofort darüber austauschen, wie man künftig die Pandemie- und Virenforschung großzügiger und nachhaltiger fördern könne. Karliczek weiter in der FAS: Man erkenne nun durch die Corona-Pandemie auf internationaler Ebene, dass betreffende Forschungsansätze einen langen Atem benötigen würden. Nur so sei es möglich, im Krisenfall kurzfristig zu reagieren. BM Anja Karliczek kündigte an, die betreffenden Fragen spätestens bei der nächsten deutschen EU-Ratspräsidentschaft in den Fokus zu rücken. Diese beginnt in wenigen Monaten. Gleichzeitig verwies sie auf ihre Abstimmung mit den europäischen ForschungsministerInnen. Man sei sich darüber einig, dass es einen gemeinsamen europäischen Ansatz geben müsse.

Redaktion poppress.de, A-055824