Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Parteienforscher: Schröder und Gabriel schaden der SPD.
clock-icon10.02.2019 - 14:54:35 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der Parteienforscher Oskar Niedermayer warnt davor, in Sigmar Gabriel einen Hoffnungsträger für die SPD zu sehen - und er ist der Auffassung, die jüngsten Äußerungen von Gabriel und Gerhard Schröder seien parteischädigend

Bild: Gerhard Schröder, über dts Nachrichtenagentur Bild: Gerhard Schröder, über dts Nachrichtenagentur

"Die Wortkombination ehemaliger Parteivorsitzender besteht aus dem Substantiv Parteivorsitzender und dem Adjektiv ehemalig. Es wäre hilfreich für die SPD, wenn Gerhard Schröder und Sigmar Gabriel das nicht vergessen würden und sich verbal zurückhielten", sagte Niedermayer dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagausgaben).


"Was die beiden tun, schadet der SPD", fügte er hinzu. Niedermayer, der emeritierter Professor für Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin ist, sagte zudem: "Wer Sigmar Gabriel jetzt als Hoffnungsträger feiert, sollte nicht vergessen, welch verheerende Umfragewerte er als SPD-Vorsitzender hatte." Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der SPD, Sebastian Hartmann, mahnte, in der SPD sollten jetzt alle Beteiligten auf gegenseitige Bewertungen verzichten.


"Die SPD hat diese Woche erfolgreich gezeigt, wie sie mit guten Konzepten unser Land voranbringen will. Das ist der richtige Weg zu neuer Stärke", sagte Hartmann dem RND. "Die Vergabe interner Haltungsnoten hilft dabei nicht, sondern verdeckt das Wesentliche und schadet nur. Das gilt für alle", fügte er hinzu.


Gerhard Schröder hatte Parteichefin Andrea Nahles in einem Interview im "Spiegel" "Amateurfehler" vorgeworfen und ihr die ökonomische Kompetenz für die Kanzlerkandidatur abgesprochen. Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte zuerst im Zusammenhang mit den Grundrente-Plänen seiner Partei indirekt Nahles, die diese "gemeinsam mit dem Kanzleramt verhindert" habe.


Das könnte Sie auch interessieren:

Straubing - Wenn die etablierten Parteien Vertrauen zurückgewinnen wollen, wenn sie Verschwörungstheoretikern und Populisten wie der AfD das Wasser abgraben wollen, müssen sie mehr mit den Bürgern reden


Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will Angehörige von Menschen mit Behinderung in größerem Umfang entlasten


Berlin - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat am Donnerstag mit Bremen, als erstem Bundesland, einen Vertrag im Rahmen des neuen Kitagesetzes unterschrieben


Der Spitzenkandidat der Grünen für die Europawahl im Mai, Sven Giegold, begrüßt die abgesagte Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank und sieht darin eine klare Niederlage für Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD)