Kontakt
RSS
Impressum
Über uns
aktualisieren
Parteienforscher: CDU könnte mit Merz AfD-Wähler zurückgewinnen.
clock-icon31.10.2018 - 13:17:28 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Ein möglicher neuer CDU-Vorsitzender Friedrich Merz könnte nach Einschätzung von Parteienforschern zum Problem für die AfD werden

Bild: CDU-Logo, über dts Nachrichtenagentur Bild: CDU-Logo, über dts Nachrichtenagentur

"Merz würde für eine wirtschaftsliberale und dabei zugleich in sozio-kulturellen Fragen konservativere CDU stehen", sagte der Mainzer Politikwissenschaftler Kai Arzheimer dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). "Zumindest der zweite Punkt könnte die Partei für einige AfD-Wähler wieder etwas attraktiver machen." Arzheimer gibt allerdings zweierlei zu bedenken: Zum einen habe die von Angela Merkel betriebene Verschiebung der CDU in Richtung Mitte über einen längeren Zeitraum hinweg gut funktioniert.


Zum anderen zeigten die Wählerwanderungsbilanzen, dass die Union bei den jüngsten Wahlen bereits jetzt mindestens so viele Wähler an die Grünen wie an die AfD verloren habe. "Eine Verschiebung der CDU nach rechts ist deshalb mit erkennbaren Risiken verbunden", so der Experte. Der Berliner Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer sieht nur mit einem von Merz vertretenen klaren Anti-Merkel-Kurs eine Chance für die CDU, die AfD zurückzudrängen.


Denn seit Angela Merkel ihn 2002 vom Fraktionsvorsitz verdrängt habe, sei er "ein erklärter persönlicher Merkel-Gegner und politisch verkörpert er durch seine wirtschaftsliberale und gesellschaftspolitisch stramm konservative Haltung das klare Gegenmodell zur Politik Merkels", sagte Niedermayer dem "Handelsblatt".


Merz könnte aber Protestwähler und Frustrierte kurzfristig nur von der AfD zurückgewinnen und damit der AfD schaden, wenn er sich als Parteivorsitzender gegen die Kanzlerin Merkel gerade in der Flüchtlingspolitik auch durchsetzen könnte - "und das bliebe abzuwarten", so Niedermayer.dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Das könnte Sie auch interessieren:

Goldman Sachs erwirbt eine Beteiligung an TBM, einem japanischen Start-up, das für seine innovative und grüne Technologie zur Papier- und Bioplastikherstellung aus Kalkstein bekannt ist Die beiden Parteien bestätigten den Deal am Donnerstag gegenüber "Bloomberg News"


FDP-Vize Marie-Agnes Strack-Zimmermann geht davon aus, dass sich im Rennen um den CDU-Vorsitz Annegret Kramp-Karrenbauer gegen ihre beiden Mitbewerber durchsetzen wird


Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich bereits festgelegt, wen er als nächsten CDU-Bundesvorsitzenden wählen wird


Berlin - Am gestrigen Dienstag hat der AfD-Bundesgeschäftsführer Hans-Holger Malcomeß die Bundestagsverwaltung über folgenden Sachverhalt in Kenntnis gesetzt: Vertreter des Kreisvorstandes des AfD-Kreisverbandes Bodenseekreis hatten gestern die Bundesgeschäftsführung der Alternative für Deutschland über einen Zahlungsvorgang informiert und


Der Dreikampf um die Merkel-Nachfolge geht in die heiße Phase: Am Abend treffen die Kandidaten Kramp-Karrenbauer, Spahn und Merz in Lübeck erstmals vor der CDU-Basis aufeinander


Geld aus der Schweiz und Belgien bringt AfD-Fraktionschefin Weidel in Bedrängnis


Viel Rückhalt hat AfD-Fraktionschefin Alice Weidel in ihrer Partei nicht


Die Spendenaffäre bringt AfD-Fraktionschefin Alice Weidel immer stärker in Bedrängnis


Der Wahlkampf hat begonnen: Gesundheitsminister Jens Spahn erklärt im RND-Interview, was er sich für Europa wünscht, wie er sich den Neustart der CDU vorstellt und was er von seinen Konkurrenten denkt – und das im Selfie-Modus


BERLIN (Dow Jones)--Vor der ersten Regionalkonferenz mit den drei Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz hat der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) die Fortsetzung eines Kurses der Mitte in der Partei gefordert