Es ist offiziell: Alexander Blessin wird das neue Gesicht an der Seitenlinie von Borussia Mönchengladbach. Der Verein hat am Dienstag mitgeteilt, dass der 53-Jährige als Cheftrainer verpflichtet wird und einen langfristigen Vertrag bis 2028 erhält.
Wege durch Europa: Lehrjahre zwischen Leipzig und Genua
Wer einen Blick in Blessins Lebenslauf wirft, merkt schnell: Der Mann bringt reichlich Erfahrung auf unterschiedlichen Bühnen mit. Von seinen ersten Schritten als Nachwuchscoach bei RB Leipzig – zunächst als Co-Trainer der U17 und danach als Hauptverantwortlicher – über eine erfolgreiche Zeit als U19-Trainer, sammelte er von Anfang an Erfolge und Rückschläge. Danach zog es ihn ins Ausland: Erst zum KV Oostende in Belgien, wo Blessin sich mit begrenzten Mitteln behaupten musste, dann zum italienischen Klub CFC Genua. Eine durchaus unübliche Route – aber vielleicht gerade deshalb spannend.
St. Pauli: Bundesliga-Aufstieg und Abstiegsdrama
Im deutschen Oberhaus wurde Blessin für die Saison 2024/2025 vom aufstrebenden FC St. Pauli angeheuert. Trotz knapper Mittel gelang ihm in der ersten Bundesliga-Saison der Klassenerhalt, etwas, das man in Hamburg zu schätzen wusste. Im folgenden Jahr reichte es jedoch nicht, St. Pauli stieg ab – ausgerechnet in dieser schwierigen Phase entschied sich der Verein für einen neuen Kurs und Blessin suchte eine neue Herausforderung. Jetzt steht er bei Borussia Mönchengladbach als Hoffnungsträger auf dem Trainerstuhl.
Junge Talente und große Aufgaben
Blessin gilt als akribischer Arbeiter, der ein Händchen für junge Spieler besitzt. Gerade das passt zur aktuellen Gladbacher Marschroute, mehr auf den eigenen Nachwuchs zu setzen und diesen konsequenter einzubinden. Erfahrungen im rauen Bundesliga-Alltag, wie er sie bei St. Pauli gemacht hat, dürften ihm helfen, auch bei Gladbach Stabilität zu bringen – etwas, das dem Klub zuletzt nicht immer gelang.
Langfristigkeit als Mutprobe?
Ein Vertrag bis 2028 – im schnelllebigen Trainergeschäft ein echtes Statement. Der Verein signalisiert damit deutlich, Blessin nicht nur als Lückenfüller zu sehen. Doch der lange Atem bedeutet auch: Geduld von der Vereinsführung und eine hohe Erwartungshaltung an Blessin. Wie schnell er nicht nur Spieler, sondern auch Fans und Umfeld auf seine Seite ziehen kann, bleibt offen – aber mit seiner Vita bringt er allemal frischen Wind in das Gladbacher Traditionshaus.
Alexander Blessin übernimmt mit sofortiger Wirkung das Traineramt bei Borussia Mönchengladbach und unterschreibt einen Vertrag bis 2028. Der 53-jährige Fußballlehrer sammelte zuvor nationale und internationale Erfahrungen im Nachwuchs von RB Leipzig, in Belgien und Italien sowie beim FC St. Pauli. Sein Engagement bei Gladbach steht für einen Neuanfang mit Fokus auf junge Spielerentwicklung, aber auch für das Ziel, Stabilität und einen längerfristigen sportlichen Aufschwung zu bringen. Überdies steht im Raum, inwieweit Blessin neue Impulse für Offensive und defensive Struktur bringen kann – angesichts der jüngsten Defizite der Gladbacher Mannschaft. Medien wie die Süddeutsche Zeitung und der Kicker analysieren, dass Blessins bisherige Stationen ihn als einen mutigen, aber gleichzeitig risikobewussten Trainer auszeichnen, der durchaus in der Lage ist, das Ruder bei Traditionsvereinen herumzureißen (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Auch das Portal t3n.de hebt hervor, dass Gladbach mit Blessin einen Coach gefunden hat, dessen analytische Fähigkeiten und modernes Fußballverständnis einen frischen Impuls im Traditionsverein setzen könnten (Quelle: t3n.de).